Im Gespräch mit den Anwohner*innen: Unsere Hochschule stellt Baumaßnahmen in Steinfurt vor

Der Steinfurter Campus unserer Hochschule wird in den kommenden Jahren nach und nach modernisiert. Den Anfang machen der Bau eines Parkhauses, ein Neubau des Gebäudes C sowie das neue Gebäude Q bis voraussichtlich Ende 2026. Um die Anwohner*innen in Steinfurt in Kenntnis zu setzen und miteinander ins Gespräch zu kommen, fand auf dem Campus nun eine Infoveranstaltung statt.

„Studieren heißt auch, sich auf dem Campus zu begegnen“, sagte Markus Vieth, technischer Leiter der Niederlassung Münster des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB NRW), der für die Umsetzung der Bauprojekte verantwortlich ist. Und deshalb solle die Aufenthaltsqualität des Campus Steinfurt auch signifikant gesteigert werden: Moderne Neubauten ersetzen nach und nach Gebäude, die seit fast 50 Jahren an der Stegerwaldstraße stehen und mit der Zeit baufällig geworden sind. Neben einer zeitgemäßen Architektur werden diese auch High-Tech-Labore beinhalten, in denen Studierende und Beschäftigte in Praktika oder Forschungsprojekten auf dem neusten Stand der Technik lernen und arbeiten können. „Ein zukunftsfähiger Campus ist auch für Steinfurt attraktiv“, ergänzte FH-Kanzler Guido Brebaum.

Vertreter*innen unserer Hochschule, des BLB NRW und des Architekturbüros Behnisch, das die neuen Gebäude entwarf, legten den circa 100 Anwesenden dar, was auf sie als Anwohner*innen in den nächsten Jahren zukommt. Anfang 2023 beginnen die Vorarbeiten, Mitte 2023 startet dann der Neubau eines Parkhauses auf der West-Seite des Campus mit mehr als 400 Parkplätzen für PKW und Fahrräder, Ladestationen für E-Fahrzeuge und E-Bikes inklusive. Von Mitte 2024 bis 2025 findet anschließend der Bau des Gebäudes Q statt, in dem der Fachbereich Maschinenbau Platz finden wird. Parallel und bis Ende des Jahres 2026 läuft der Neubau des Laborgebäudes C.

Den neuen Gebäuden liegt dabei auch ein zukunftsfähiges Nachhaltigkeitskonzept zugrunde: Photovoltaikanlagen und Begrünung auf den Dächern und an einzelnen Fassaden sorgen gleichermaßen für die Erzeugung regenerativer Energie als auch für Abkühlung während Hitzeperioden und die Aufnahme von Regenwasser. Ebenso soll das Gelände mit zusätzlichen Bäumen bepflanzt werden, um den Campus naturnah zu gestalten. „Wir übertreffen dabei sogar die Nachhaltigkeitsanforderungen“, sagte Frank Renner vom BLB NRW. Der Energiebedarf der Gebäude werde durch Einhalten des technischen Standards „KfW 40“ 47 Prozent geringer sein, als es gesetzliche Vorgaben vorsehen. Um den Campus zudem auch einladend für Anwohner*innen zu gestalten, soll die Mauer am Flögemannsesch abgerissen werden und so mehr Zugang von außen gewähren.

Den Anwohner*innen bereitet angesichts der langen und umfangreichen Baumaßnahmen insbesondere die Sicherheit der Schüler*innen Sorgen, die die umliegenden Schulen besuchen. Deren Schulwege würden durch abgesperrte Gehwege und den LKW- und Maschinen-Verkehr erschwert. Zur von der vom BLB NRW angedachten alternativen Wegführung für die Kinder und Jugendlichen etwa am Flögemannsesch sahen die Anwohner*innen Optimierungsbedarf – zum Teil seien dort zu schmale Gehwege vorhanden. Alternative Vorschläge wurden andiskutiert und zur Prüfung aufgenommen. „Genau aus diesem Grund suchen wir das Gespräch mit Ihnen“, so Renner. „Sie kennen die Gegebenheiten vor Ort am besten.“ Die Anregungen der Anwohner*innen nahmen Hochschule, BLB NRW und Architekturbüro auf. Über den Fortgang der baulichen Weiterentwicklung des Campus werden die Anwohner*innen kontinuierlich informiert.

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