Künstliche Intelligenz in Kunst und Kultur: Medienkompetenz spielt eine Schlüsselrolle

Wie beeinflusst Künstliche Intelligenz (KI) die Kunst- und Kulturlandschaft in NRW? Mit dieser Frage beschäftigt sich aktuell der Ausschuss für Kultur und Medien im nordrhein-westfälischen Landtag. Prof. Dr. Eik-Henning Tappe, der bei uns am Fachbereich Sozialwesen Professor für Digitalisierung und Medienpädagogik für Soziale Arbeit ist, berät den Ausschuss als Sachverständiger.

Das Thema ist so vielschichtig wie der Kulturbereich selbst: So ermöglicht der Einsatz von KI neue Formen kreativer Schaffensprozesse, wirft aber gleichzeitig ethische und rechtliche Fragen auf, zum Beispiel im Bereich des geistigen Eigentums. Wie der tiefgreifende technologische Wandel aktiv begleitet und gestaltet werden kann, stand im Mittelpunkt einer Anhörung des Ausschusses für Kultur und Medien im NRW-Landtag am 11. Januar 2024, zu der Tappe als einer von mehreren Expert*innen eingeladen war.

In seiner Stellungnahme erläuterte Tappe Chancen und Herausforderungen von KI-Tools aus medienpädagogischer Perspektive. Unter anderem ging er darauf ein, dass KI-gesteuerte Werkzeuge vormals komplexe kreative Schaffensprozesse einem breiteren Kreis zugänglich machen können, da sie beispielweise das Experimentieren mit Musik oder Fotografie ermöglichen. Demgegenüber stünden die Gefahr einer voranschreitenden digitalen Spaltung der Gesellschaft sowie das Risiko der Diskriminierung durch Algorithmen.

„Für sozialpädagogische Kulturarbeit spielt Medienpädagogik eine Schlüsselrolle. Ihr Hauptziel ist die Förderung von Medienkompetenz, die es ermöglicht, KI nicht nur zu nutzen, sondern auch zu verstehen und kritisch zu reflektieren. Wichtig ist, dass Pädagogik im digitalen Zeitalter nicht nur reaktiv, sondern gestaltend und vorausschauend agiert“, so der Experte für Medienpädagogik. Vor diesem Hintergrund empfahl er im Ausschuss, die Förderung medienpädagogischer Programme auszubauen und den Zugang zu KI-Tools sowie digitalen Medien für sozial-ökonomisch benachteiligte Gruppen zu verbessern.

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