Neue Weiterbildung: Digitalisierung in Sozialen Einrichtungen

Das Referat Weiterbildung am Fachbereich Sozialwesen macht Fachkräfte in sieben Modulen fit, um Soziale Einrichtungen zu Fragen der Digitalisierung zu beraten. Die Online-Bewerbungen laufen bereits.

Online-Beratung, digitale Dokumentation und Aktenführung, Chatbots im Gespräch mit Klient*innen – auch in Einrichtungen der Sozialen Arbeit führt kein Weg an der Digitalisierung vorbei. „Es ergeben sich sehr konkrete Herausforderungen und Fragen in der Praxis, wie Digitalisierung gut gestaltet werden kann“, erklärt Prof. Dr. Julian Löhe. „Hier setzt unser neuer Hochschulzertifikatskurs Digitalisierungsberater*in an. Er vermittelt Fachkräften Kompetenzen, um Soziale Einrichtungen beim Prozess der Digitalisierung unterstützen zu können“, so der Experte für Organisation und Management in der Sozialen Arbeit vom Fachbereich Sozialwesen. Alle Informationen zum neuen Angebot gibt es unter fh.ms/hzkdb.

Die interdisziplinäre Weiterbildung legt einen Schwerpunkt darauf, wie Skepsis und Widerständen von Mitarbeitenden aus einer beratenden und psychologischen Perspektive begegnet werden kann, um möglichst alle bei den Veränderungen mitzunehmen. Weiterhin stehen Themen wie IT-Sicherheit, ethische Aspekte, Beratungsmethoden, technische Tools und Finanzierungsmöglichkeiten auf der Agenda. Sie findet zwischen September 2024 und Juni 2025 in insgesamt sieben Modulen statt – sechs davon jeweils zweitägig in Präsenz. Parallel gibt es ein Online-Modul, in dem konkrete Fragestellungen der Teilnehmenden aufgegriffen und individuelle Lösungsansätze erarbeitet werden. Zielgruppe des Hochschulzertifikatskurses sind Fachkräfte, die Digitalisierungsprozesse in der eigenen Einrichtung oder als Berater*innen in anderen Organisationen professionell begleiten möchten. Interessierte können am 21. März von 18:30 bis 19:30 Uhr an einer kostenlosen Online-Informationsveranstaltung teilnehmen, Anmeldung unter fh.ms/infohzkdb.

„Wir bauen unser Weiterbildungsangebot ständig aus, um auf den aktuellen Bedarf der Praxis einzugehen“, erklärt Ramona Geßler, Referentin für wissenschaftliche Weiterbildung am Fachbereich Sozialwesen der FH Münster. „Mit dem Hochschulzertifikatskurs Digitalisierungsberater*in greifen wir Fragestellungen im Umgang mit neuen technischen Entwicklungen auf.“

„Dieses neue Angebot ist einzigartig im deutschsprachigen Raum“, betont Löhe. „Es gibt zwar zahlreiche Weiterbildungen zu Digitalisierung, aber diese passen nicht für soziale Einrichtungen, sondern richten sich hauptsächlich an profitorientierte Unternehmen. Unser Kurs greift spezielle Bedarfe und Rahmenbedingungen Sozialer Organisationen auf und ist auf diese Zielgruppe eingestellt.“ Seine Kollegin Prof. Dr. Laura Best ergänzt: „In der Arbeit mit Klient*innen gehen wir mit sensiblen Daten um, die ein besonderes Schutzbedürfnis aufweisen. Hierzu vermitteln wir den Teilnehmenden konkrete Kompetenzen, damit sie Organisationen und Teams mit Blick auf die Herausforderungen der Digitalisierung beraten können.“ Umfangreiche digitale Vorkenntnisse seien dafür nicht erforderlich.

Eine weitere Besonderheit des neuen Angebots ist, dass es eng mit dem Master Sozialmanagement unserer Hochschule verzahnt ist: Einzelne Module können in dem Studiengang als Studienleistungen und umgekehrt einzelne Studienmodule für den Hochschulzertifikatskurs anerkannt werden. Davon unabhängig erhalten die Teilnehmenden Credit Points, die sich generell für ein Studium anrechnen lassen.

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