Münster wird zur Klimastadt: Unsere Hochschule beteiligt sich mit vielfältigen Maßnahmen

Bei den ambitionierten Klimazielen der neu ernannten „Klimavorreiterstadt“ Münster leistet unsere Hochschule einen wichtigen Beitrag: Bis 2030 sollen unsere CO2-Emissionen fast halbiert werden. Wir stellen aktuelle Klimaschutzmaßnamen vor.

Die Mission „100 climate-neutral and smart cities by 2030“ umfasst 100 ausgewählte Städte aus ganz Europa, die mit Unterstützung der EU zu Klima-Vorreiterstädten werden und bis 2030 klimaneutral sein sollen. Als eine der ausgewählten Städte hatte Münster nun die Aufgabe, einen sogenannten Stadtvertrag aufzusetzen, zu dem die Stadtgesellschaft – darunter Bürger*innen, Unternehmen oder Vereine – sich öffentlich zur Umsetzung der Maßnahmen bekennt und selbst Vorschläge oder Beiträge liefert. Das Konzept wurde nun von der EU geprüft und zur Unterzeichnung zurück nach Münster geschickt. Mit seiner Unterschrift besiegelte FH-Kanzler Guido Brebaum am 28. Februar bei der feierlichen Unterzeichnung im Histroischen Rathaus die Unterstützung der FH Münster. „Als Hochschule übernehmen wir in besonderer Weise gesellschaftliche Verantwortung; daher wollen wir auch im Klimaschutz Vorreiter sein“, so Brebaum. 

Im Fall unserer Hochschule sollen die Treibhausgas-Emissionen fast um die Hälfte reduziert werden, konkret von 14.236 Tonnen CO2auf 7.687 Tonnen CO2pro Jahr. „Wir sind in einer besonderen Lage, da wir unsere schon bestehenden Bemühungen quantifizieren können – wir können also bereits benennen, wie groß unsere Einsparungen insgesamt sein können und mit welchen Maßnahmen wir diese erreichen“, erklärt unsere Klimaschutzmanagerin Marion Behrends mit Blick auf das ausgearbeitete Klimaschutzkonzept unserer Hochschule. Zur Vorbesprechung des Stadtvertrags traf sie sich im Januar auf Einladung der Stadt mit Vertreter*innen anderer großer Institutionen und Unternehmen im historischen Rathaus. Beim Termin stellten alle Teilnehmer*innen ihre Klimaschutzpläne vor.

Im Konzept stehen 37 Maßnahmen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren –  manche von ihnen sind bereits abgeschlossen, einige werden in naher Zukunft angegangen. Beispielsweise werden die Aufstockung des Fachhochschulzentrums (FHZ) sowie Bauteil A auf dem Technologie-Campus Steinfurt derzeit mit Photovoltaik ausgestattet. „Mit diesen und weiteren Anlagen können wir einen Teil unserer Grundlast abdecken“, so Behrends.

Bereits installiert wurden in Steinfurt abschließbare Ladeschränke für Pedelec-Akkus sowie zwei Fahrradservicestationen – eine neben Bauteil S und eine vor Bauteil L. Die Ladeschränke befinden sich neben dem Bauteil S. „Bei häufiger Nutzung möchten wir diese auch in Münster einführen“, sagt Behrends.

Mit Fördergeldern des Landes NRW wird ein externer Dienstleister beauftragt, um ein nachhaltiges Begrünungskonzept für unseren Campus zu entwickeln und umzusetzen – von Fassadenbegrünung bis Flächenentsiegelung. Das Konzept startet mit zwei Beispielflächen, jeweils eine in Münster und eine am Technologie-Campus Steinfurt.

Zudem soll im Frühjahr in Kooperation mit der Uni Münster und dem Universitätsklinikum Münster (UKM) das Portal „Pendla.com“ eingeführt werden, bei dem Beschäftigte und Studierende online Fahrgemeinschaften gründen und finden können. Angesetzt ist zunächst eine Probelaufzeit von drei Jahren. „Durch den Zusammenschluss mit zwei weiteren großen Arbeitgebern in Münster können wir den Nutzer*innen direkt einen größeren Pool an potenziellen Fahrgemeinschaften anbieten“, erklärt die Klimaschutzmanagerin.

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