Diät mit 90 Prozent Fett: FH und UKM unterstützen bei der ketogenen Ernährungstherapie

Ernährungswissenschaftler und Mediziner von der FH und dem Universitätsklinikum Münster (UKM) arbeiten daran, Menschen mit seltenen Stoffwechselerkrankungen bei ihrer ketogenen Diät zu helfen.

(v. l.) der Mediziner Prof. Dr. Joachim Gardemann, der Ernährungswissenschaftler Tobias Fischer und die Masterstudentin Anna Baumeister von der FH Münster sowie die Diätassistentin Elke Koop und der Mediziner Univ.-Prof. Thorsten Marquardt vom Universitätsklinikum Münster.
Gemeinsam möchten sie Menschen mit seltenen Stoffwechselerkrankungen bei ihrer ketogenen Diät unterstützen: (v. l.) der Mediziner Prof. Dr. Joachim Gardemann, der Ernährungswissenschaftler Tobias Fischer und die Masterstudentin Anna Baumeister von der FH Münster sowie die Diätassistentin Elke Koop und der Mediziner Univ.-Prof. Thorsten Marquardt vom Universitätsklinikum Münster. (Foto: FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management)

Univ.-Prof. Dr. Thorsten Marquardt behandelt am UKM Kinder und Jugendliche mit seltenen Stoffwechselerkrankungen. Rund 1.000 junge Patienten sind bei ihm und seinen Kollegen in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Dauertherapie. „Wir können sie nicht mit Medikamenten behandeln, weil bislang keine existieren“, sagt der Arzt.

Was aber eine nachgewiesene positive Wirkung zeige, sei bei einigen dieser Erkrankungen die ketogene Diät. Sie besteht bis zu 90 Prozent aus Fett. Weil sie eine der anspruchsvollsten Ernährungstherapien ist, hat Marquardt eine Kooperation mit Tobias Fischer initiiert. Der Ernährungswissenschaftler ist seit mehreren Jahren am Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und entwickelt in seiner Promotion neue Therapiekonzepte bei seltenen Stoffwechselerkrankungen. Fischer plant, Ende des Jahres 2017 ein Buch herauszubringen, das die Betroffenen bei ihrer Diät unterstützen soll.

Seite drucken