Nachhaltigen Tourismus in Costa Rica fördern

Studierende vom Fachbereich Wirtschaft entwarfen für ein reales Projekt umwelt- und sozialverträgliche Tourismus-Konzepte für costa-ricanischen Nationalpark

Die internationale Teamarbeit zwischen den deutschen und costa-ricanischen Studierenden war für alle eine bereichernde Erfahrung. (Foto: privat)
Die internationale Teamarbeit zwischen den deutschen und costa-ricanischen Studierenden war für alle eine bereichernde Erfahrung. (Foto: privat)

Der Nationalpark Gandoca an der Ostküste Costa Ricas ist bisher ein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte. Trotz der schönen Strände und der unberührten Natur kommen nur wenige Touristen in dieses Gebiet. Ein Gemeinschaftsprojekt von CALA-Studierenden und costa-ricanischen Studierenden sollte das ändern.

"Die Umwelt schützen, die lokale Wirtschaft fördern, Begegnungen mit der indigenen Bevölkerung ermöglichen und voneinander lernen, das waren unsere Ziele", erzählt Eika Auschner, die gemeinsam mit der Englischlehrerin Jennifer Burkart und der costa-ricanischen Dozentin Aurora Gómez Jiménez das Projektseminar leitete. "Wir wollten ein Projekt umsetzen, das nicht im Klassenraum bleibt und den Schwerpunkt auf interkulturelle Kommunikation legt. Da kam der Kontakt zum Nationalpark genau richtig", ergänzt Gómez Jiménez, die an der Partnerhochschule Universidad Nacional de Costa Rica lehrt.

Heraus kamen neun verschiedene Ideen, die ökologische, soziale und ökonomische Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigen und sowohl Vorteile für die lokale Gemeinde als auch die Touristen bringen. Um kulturbegeisterten Reisenden einen authentischen und abwechslungsreichen Aufenthalt in Costa Rica zu bieten, entwarfen die Studierenden Angebote, die die einheimische Bevölkerung des Nationalparks mit einbeziehen, wie zum Beispiel gemeinsame Kochkurse typischer Nationalgerichte oder Einführungen in traditionelle Handwerksarbeiten.

Die Kommunikation zwischen den beiden Studierendengruppen lief hauptsächlich über Skype und soziale Medien. "Internationale Teamarbeit stellt eine Herausforderung dar. Das haben wir spätestens im Verlauf dieses Projekts erfahren", erinnert sich die CALA-Studentin Melina Schlachter. Sei es die Zeitverschiebung zwischen den Ländern, das Einhalten vereinbarter Deadlines oder die unterschiedlichen Arbeitsweisen, die kulturellen Unterschiede zwischen den deutschen und costa-ricanischen Studierenden haben der Seminarteilnehmerin eins gelehrt: Geduld. "Das Seminar war für uns alle eine bereichernde Erfahrung. Zum einen hat es uns einen Einblick in die Zusammenarbeit mit internationalen Teams gegeben und zum anderen die Möglichkeit geboten mit einer völlig anderen Kultur in Kontakt zu treten und an einem realen Projekt zu arbeiten."

Auch nach dem Seminar bleiben die Projektleiterinnen weiterhin in Kontakt mit der Bevölkerung des Nationalparks und hoffen, dass viele der studentischen Ideen umgesetzt werden.

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