FH Münster coacht Hochschulen in Chile

Wie kann sich eine Hochschule im Bereich ihrer Austauschprozesse mit Unternehmen und anderen gesellschaftlichen Akteuren strategisch weiterentwickeln? Das zu vermitteln war Aufgabe einer dreiköpfigen Delegation der FH Münster: Prof. Dr. Thorsten Kliewe, Lina Marcela Landinez Gomez und Carsten Schröder reisten nach Chile.

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Die Universidad de Santiago de Chile (USACH) zählt zu den traditionsreichsten chilenischen Hochschulen. Die mit Abstand größte Fakultät ist mit rund 10.000 Studierenden Ingenieurwissenschaften. Diese bewarb sich erfolgreich für die dortige Landesinitiative „Nueva Ingeniería para el 2030“ und wurde dabei von der FH Münster unterstützt. (Foto: USACH)
Bei der chilenischen Behörde CORFO führte die Delegation der FH Münster einen Workshop durch. (Foto: CORFO)
Bei der chilenischen Behörde CORFO führte die Delegation der FH Münster einen Workshop durch. (Foto: CORFO)

Die Universidad de Santiago de Chile (USACH) zählt zu den traditionsreichsten chilenischen Hochschulen. Die mit Abstand größte Fakultät ist mit rund 10.000 Studierenden Ingenieurwissenschaften. Diese bewarb sich erfolgreich für die dortige Landesinitiative „Nueva Ingeniería para el 2030“ und wurde dabei von der FH Münster unterstützt.

„Strategisches Ziel der Fakultät ist unter anderem die stärkere curriculare Einbindung von Projekten mit Unternehmen“, so Schröder, Vizepräsident für Forschungsmanagement und Transfer unserer Hochschule. Nach einem ersten Besuch in Santiago und einer einwöchigen Veranstaltung in Münster fand nun der finale Abschluss statt. Koordiniert wurde das Projekt von Prof. Dr. Thorsten Kliewe und Lina Marcela Landinez Gomez vom Science-to-Business Marketing Research Centre der FH Münster. „Wir unterstützen schon seit geraumer Zeit ausländische Bildungseinrichtungen durch maßgeschneiderte professionelle Trainingsprogramme, die auf die persönliche Weiterentwicklung von Wissenschaftlern und Verwaltungsmitarbeitern setzen“, so Kliewe.

Neben vielen Gesprächen mit chilenischen Hochschulen und Wissenschaftsbehörden in organisierte das Team der FH Münster auch einen Workshop bei der Corporación de Fomento de la Producción (CORFO). Bei der staatlichen Wirtschaftsförderungsbehörde in Santiago de Chile trafen sich rund 30 Teilnehmer von 14 chilenischen Hochschulen und Vertreter von CORFO und diskutierten über Hochschulstrategien. Viele Wissenschaftler sehen ihre Aufgabenschwerpunkte eher in der Grundlagenforschung. Die Unternehmen suchen bisher nur bedingt den Austausch mit den Hochschulen, nicht alle internationalen Konzerne haben Forschungskapazitäten im Land. „Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist für Chile weiterhin eine große strategische Herausforderung, bei der unsere Hochschule ihrer chilenischen Partnerinstitutionen weiter unterstützen möchte,“ bilanziert Schröder die Woche in Südamerika.

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