Gegen Lebensmittelabfall: Website des Bundes übernimmt Ergebnisse von FH-Projekt

Im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Website veröffentlicht. Sie soll Produzenten, Händler und Verbraucher ansprechen und aufklären. Dabei wird auch auf Forschungsergebnisse aus unserer Hochschule zurückgegriffen.

 

Prof. Dr. Guido Ritter von der FH Münster und seine ehemalige Mitarbeiterin Linda Niepagenkemper hatten in einem Forschungsprojekt eine Internetplattform zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten entwickelt. Inhalte davon hat nun das Bundesministerium für Ernährung auf der Website www.lebensmittelwertschaetzen.de übernommen. (Foto: FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management)
Prof. Dr. Guido Ritter von der FH Münster und seine ehemalige Mitarbeiterin Linda Niepagenkemper hatten in einem Forschungsprojekt eine Internetplattform zur Vermeidung von Lebensmittelverlusten entwickelt. Inhalte davon hat nun das Bundesministerium für Ernährung auf der Website www.lebensmittelwertschaetzen.de übernommen. (Foto: FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management)
Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr auf dem Müll. Eine Zahl, die Bund und Länder bis 2030 halbieren möchten. (Screenshot: lebensmittelwertschaetzen.de)
Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr auf dem Müll. Eine Zahl, die Bund und Länder bis 2030 halbieren möchten. (Screenshot: lebensmittelwertschaetzen.de)

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll bzw. nicht auf dem Tisch. Bis 2030 wollen Bund und Länder ein wichtiges Ziel der Vereinten Nationen erfüllen, und die Lebensmittelabfälle um die Hälfte reduzieren. Als ersten Schritt in diese Richtung wird  die Website lebensmittelwertschaetzen.de beschrieben.

Unternehmen, die Lebensmittelverluste vermeiden wollen, finden auf der Seite Instrumente, die dabei helfen können. Einige dieser Instrumente sind aus einem Forschungsprojekt der FH Münster hervorgegangen. Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Guido Ritter und sein Team vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) hatten mehr als 500 internationale und nationale Instrumente und Hilfen recherchiert und sie nach ihrer Praxistauglichkeit beurteilt.

Das zweijährige Forschungsprojekt „Verluste in der Lebensmittelbranche vermeiden: Forschungstransfer in die KMU-Praxis“ wurde im Februar 2017 offiziell abgeschlossen; die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hatte es gefördert.

 

Seite drucken