Campus-Dialoge zu Rohstoffknappheit: "Kamine nicht mit Rembrandts anheizen"

Der Hunger nach Energie und Rohstoffen wird weltweit immer größer. Prof. Dr. Reinhart Job vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik beleuchtete die Hintergründe dieser "Sucht" und diskutierte mit den Besuchern Wege in eine nachhaltigere Zukunft.

Rund 7,5 Milliarden Menschen bevölkern die Erde, mehr als die Hälfte wohnen in urbanen Regionen. 85 Prozent des Verbrauchs werden momentan durch fossile Energiequellen abgedeckt. Seltene Erden für Konsumgüter wie Smartphones, Dünger für den Anbau von Lebensmitteln und Sand für Beton, der für den Bau der vielen neuen Megacitys gebraucht wird: All diese Rohstoffe werden immer knapper.

Aber welche Alternativen gibt es? „Die Nutzung der regenerativen Energien ist bei weitem noch nicht ausgereizt“, sagte Job bei den Steinfurter Campus-Dialogen. Sonne, Erdwärme und andere natürliche Quellen könnten einen größeren Teil der weltweit benötigten Energie liefern, wenn die Technologien konsequent weiterentwickelt würden. „Wir können das schaffen, wenn wir wirklich wollen“, so Job.

Ein großer Schritt wäre es, wenn kostbare Rohstoffe wie Erdöl nur noch zur Herstellung spezieller Produkte verwendet würden und nicht weiterhin etwa zur Wärmeerzeugung oder für kurzlebige Konsumgüter. „Wenn Sie Ihren Kamin anheizen, benutzen Sie dafür auch kein Bild von Rembrandt“, verdeutlichte Job.

 

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