Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember: Aufklärung ist immer noch wichtig

Am 1. Dezember ist der Welt-AIDS-Tag. „Natürlich sind wir da wieder unterwegs“, erzählt Anna Diekemper. Sie wird an einem Infostand der AIDS-Hilfe Ahlen stehen, um Infomaterial zu verteilen und mit Besuchern ins Gespräch zu kommen. 

Beim Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf e.V., Drobs genannt, hatte Anna Diekemper ein Praktikum absolviert. Im gleichen Gebäude an der Königsstraße 9 ist die AIDS-Hilfe Ahlen e. V. untergebracht. (Fotos: Carina Gundlach)
Beim Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf e.V., Drobs genannt, hatte Anna Diekemper ein Praktikum absolviert. Im gleichen Gebäude an der Königsstraße 9 ist die AIDS-Hilfe Ahlen e. V. untergebracht. (Fotos: Carina Gundlach)

Schätzungen zufolge infizieren sich jedes Jahr 3200 Menschen in Deutschland mit HIV. „Deshalb ist Aufklärungsarbeit heute noch genauso wichtig wie früher“, so die 22-Jährige. „Auch wenn heute in Deutschland keiner mehr zwingend an AIDS sterben muss. Die Medizin hat sich in den letzten Jahren stark zum Positiven verändert. Die Aufklärungsarbeit umfasst unter anderem die Entstehung einer HIV-Infektion, Übertragungswege, Schutzmöglichkeiten und sexuell übertragbare Erkrankungen.“ Seit über zwei Jahren kümmert sie sich ehrenamtlich um die Gestaltung von Plakaten und Flyern, bereitet Präventionsangebote vor und unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit.

Wie kommt man überhaupt auf die Idee, einen Teil seiner Freizeit diesen Aufgaben zu widmen? „Ich habe nach meiner Berufsausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation und vor dem Studium an der FH Münster ein Praktikum im Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf absolviert. Da ist mein Interesse geweckt worden, in der AIDS-Hilfe mitzuarbeiten – beide Einrichtungen befinden sich im selben Gebäude und arbeiten eng zusammen.“

Zurzeit absolviert die Ahlenerin sogar ihr Praxissemester in der AIDS-Hilfe. „Mich hätten auch andere Inhalte interessiert, aber hier weiß ich, wie sehr ich gebraucht werde, und es macht mir Spaß.“ Also unterstützt sie für zwei Semester in Teilzeit die hauptamtliche Mitarbeiterin. In der Drogenhilfe zu arbeiten, kann sie sich auch für ihre berufliche Zukunft vorstellen.

Zunächst aber heißt es, Flyer, Plakate und Give-aways zu verteilen und aufzuklären. „Wir suchen auch immer Verstärkung in der AIDS-Hilfe Ahlen“, sagt Ehrenamtskoodinatorin Diekemper. Und die zeitliche Erwartung an die Mitstreiter sei nicht groß. „Denn jede einzelne Stunde zählt!“ Wer mithilft, komme in den Genuss von Weiterbildungen zu Kommunikation und Beratung – so wie die Studentin: Sie ist inzwischen zertifizierte Beraterin für HIV und AIDS.

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