Öffentliche Vorlesung zur Digitalisierung geht in die nächste Runde

Mittwoch, 16 Uhr, A004 im FHZ – ein fester Termin für alle, die sich für Digitalisierung interessieren. Ab nächster Woche geben in der Ringvorlesung Praktiker Einblicke in ihre digitalen Unternehmen.

Prof. Dr. Frank Dellmann (l.) und Prof. Dr. Thilo Harth
Prof. Dr. Frank Dellmann (l.) und Prof. Dr. Thilo Harth stellten in ihrer Präsentation dar, wie sich die Kompetenzprofile von Absolventen und Belegschaften aktuell verändern. (Foto: FH Münster/Pressestelle)
Prof. Dr. Frank Dellmann und Prof. Dr. Thilo Harth vor den zuhörern
Gut besucht: Nach wie vor ist die Ringvorlesung öffentlich und zieht Studierende und Unternehmer gleichermaßen an, wie hier beim gestrigen Vortrag von Prof. Dr. Frank Dellmann und Prof. Dr. Thilo Harth (l.). (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Zuletzt fragten Prof. Dr. Frank Dellmann und Prof. Dr. Thilo Harth: „Was macht mich fit für den digitalen Wandel?“ Denn wir leben und arbeiten in einer Welt, in der es sowohl die professionelle Nutzung digitaler Medien als auch die wenig zielführende Nutzung von physischen Briefkästen für Online-Formulare gibt. Einen Schwerpunkt legten sie bei ihrer Präsentation auf die Kompetenzprofile von Absolventen oder Belegschaften. Diese veränderten sich aktuell enorm, denn wenn digitale Werkzeuge allgegenwärtig werden, rufe das andere Verhaltensweisen hervor.

„Wichtig ist jetzt zum Beispiel die schriftliche Kommunikationskompetenz“, sagte Harth. „Es wird immer mehr in virtuellen Teams gearbeitet, und da Mimik und Gestik fehlen, muss man in der Lage sein, sich punktgenau und mit höherer Verbindlichkeit schriftlich auszudrücken.“ Ebenfalls sehr wichtig: Die Selbstlernkompetenz und das Entscheidungsvermögen. Dellmann: „Es ist nicht mehr möglich, mit dem erlernten Wissen aus dem Studium 30, 40 Jahre im Beruf zu sein. Es besteht die Notwendigkeit zur Weiterbildung im Berufsleben.“ Gleichzeitig berichteten die Unternehmer im Publikum, Absolventen brächten aktuell eine ausgeprägte Teamfähigkeit mit in den Job – die könne sich beispielsweise durch die hohe Aktivität in sozialen Netzwerken, egal ob on- oder offline, ausgeprägt haben. Außerdem nehmen sie eine verstärkte Affinität zum Sharing, also zum Teilen von Ergebnissen, wahr, die ebenfalls durch Social Media trainiert werde.

Diese Vorlesung bildete den Abschluss der Vorträge, in denen Professoren von unserer Hochschule sprachen. Ab jetzt kommen Unternehmer zu Wort und berichten, wie der digitale Wandel bei ihnen verläuft. Am 6. Dezemberstellen Guido Schumacher und Frank Wedel des blechverarbeitenden Unternehmens 247TailorSteel die Fabrik 4.0 und ein fahrerloses Transportsystem vor. Am 13. Dezember informiert Dr. Holger de Bie von der Finanzberatungsagentur finstreet über die digitale Transformation der Finanzdienstleistungsbranche. Und am 20. Dezember erläutert Lena Bohnenkamp, Inhaberin des Coaching- und Beratungsunternehmens B:CB, was Digitalisierung und Führung mit „Generation Clash“ zu tun hat.

Seite drucken