Mit Geduld zum Superkristall

Patrick Pues ist Absolvent unseres Fachbereichs Chemieingenieurwesen und hat für seine Masterarbeit beim Forschungsinstitut FEE perfekte Kristalle gezüchtet.

Ein Einkristall auf einer Hand.
Auch die Bruchstücke der Einkristalle lassen sich durch UV-Licht anregen. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Das geht mithilfe eines Ofens, aufgeschmolzenem Material in einem Tiegel und einer darüber befestigten Stange, die das Material langsam aber sicher nach oben zieht. Und: mit ziemlich viel Geduld. „Auch am Wochenende kannst du nicht wirklich abschalten, denn es gibt keine Größe, die dir anzeigt, wann der Kristall komplett ausgewachsen ist“, erklärt Pues. „Ist er zu groß oder der Ofen zu kalt, fällt er von der Stange ab – und löst sich wieder vollständig auf. Ist er zu klein oder nicht optimal gewachsen, eignet er sich nicht für die Kunden des FEE. Es kommt auf das Gefühl und den Zeitpunkt an.“

Während seiner Zeit bei FEE konnte Pues insgesamt sieben so genannte Einkristalle züchten. Sie sind in ihrer atomaren Struktur absolut einheitlich aufgebaut, sozusagen perfekt. Man braucht sie beispielsweise für Hochleistungslaser, um Frequenzen zu verdoppeln, oder im Krankenhaus im CT-Scanner. Pues möchte in diesem Bereich nun gerne promovieren.

Seite drucken