Designer entwerfen interaktiven Rollkalender

12 Studierende des Fachbereichs Design haben einen interaktiven Rollkalender entworfen. Er soll die Forschungsergebnisse eines Volkskundeseminars einem breiten Publikum zugänglich machen.

Die Teilnehmer eines Seminars zum Thema „Wissenschaftskommunikation“ unter der Leitung von Prof. Claudia Grönebaum entwickelten die Idee in einem Kooperationsprojekt mit der Universität Münster. Masterstudierende am Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie hatten sich in einem Lehrforschungsprojekt mit dem Leben im Einfamilienhaus auseinandergesetzt und untersucht, welche Rolle Mobilität, Garagen und Carports dabei spielen. Die Aufgabe der Designstudierenden war es, die Forschungsergebnisse in einem Kalenderformat zu präsentieren.

Inspiriert von einem Spielteppich für Kinder, entwickelten die Studierenden die Idee eines interaktiven und fortlaufenden Rollkalenders, der auf sieben Meter Länge die Ergebnisse im wahrsten Sinne des Wortes „erfahrbar“ macht: Ein magnetisches Auto wird Tag für Tag auf einer Straße verschoben und bewegt sich so durch das Kalenderjahr, aber gleichzeitig auch durch unterschiedliche urbane Szenarien: die Vorstadt. In diesen illustrierten Szenerien informieren kurze Texte über die Forschungsergebnisse, zusätzlich laden eingebaute Spiele und Interaktionsflächen zur aktiven Auseinandersetzung mit Garagen und Carports ein.

Durch den spielerischen Umgang mit den Themen adressiert der Kalender sowohl Erwachsene als auch Kinder und möchte die Forschungsergebnisse dahin zurückholen, wo sie ihren Ursprung haben: in den Familienhaushalt.

Der Kalender ist in der Buchhandlung Walther König im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster sowie beim Westfälischen Kunstverein erhältlich oder per Mail anne.caplan@uni-muenster.de bestellbar. 

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