Digitales Lernmaterial dezentral für andere Hochschulen nutzbar machen

Hochschullehre wird heutzutage zunehmend digital vermittelt, über Inhalte, die auf Online-Plattformen zur Verfügung gestellt werden. Aber wie lässt sich das Lernmaterial so gestalten, dass es auch von anderen Hochschulen genutzt oder weiter optimiert werden kann? Bruno Burke vom Wandelwerk. Zentrum für Qualitätsentwicklung der FH Münster, hat hierfür ein innovatives Konzept entwickelt.

Seine Idee ist ein dezentrales Lernmaterialdepot, in dem alle hochgeladenen Objekte in einer speziellen Notation erstellt werden, die sowohl für Menschen als auch für Maschinen lesbar ist. Im Sinne von Open Educational Resources und der kollaborativen Entwicklung von Lerninhalten, kann so jeder Teilnehmer zu einer hochschulübergreifenden Sammlung von Lernmaterialien beitragen. Da bereits kleinste Bestandteile einer Lerneinheit, sogenannte Atome, geteilt werden können, müssen Professoren nicht gleich ganze Kurse erstellen, sondern können bestehende Kurse kopieren und mit eigenen Atomen ergänzen.

„Anstatt, dass jeder seine Inhalte für sich behält, möchten wir eine Umgebung schaffen, in der das Teilen und Zusammenarbeiten unkompliziert ist und Vorteile für Lehrende und Studierende gleichermaßen bietet“, fasst Burke den Kerngedanken zusammen. Gemeinsam mit seinem Wandelwerk-Kollegen Joachim Schunk und Adam Khalaf vom Fachbereich Sozialwesen entwickelt er den ersten Prototypen eines Lernsystems, welches auf dieser Idee aufbaut.

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