Prof. Dr. Barbara Tal-Figiel erhält die Ehrennadel der FH

Rektor würdigt besondere Verdienste der Hochschullehrerin von der Universität Krakau


„Es ist Zeit für ein offizielles Dankeschön“, findet Prof. Dr. Klaus Niederdrenk (4.v.l.). Er überreichte Prof. Dr. Barbara Tal-Figiel von der Cracow University of Technology die Ehrennadel der Fachhochschule Münster.
Münster/Steinfurt/Krakau (7. Juli 2008). Als erste Lehrende von einer ausländischen Partnerhochschule erhielt Prof. Dr. Barbara Tal-Figiel die Ehrennadel der Fachhochschule Münster. In einer Feierstunde überreichte ihr Rektor Prof. Dr. Klaus Niederdrenk die Auszeichnung.

Die Hochschule würdigt damit auf Vorschlag des Fachbereichs Chemieingenieurwesen ihre besonderen Verdienste für die Partnerschaft mit der Cracow University of Technology (Politechnika Krakowska). Schon seit rund 20 Jahren besteht diese Kooperation.

Zusammen mit Prof. Dr. Horst Altenburg und Dr. Julian Plewa vom Steinfurter Fachbereich Chemieingenieurwesen habe Tal-Figiel früh eine Bresche für die grenzüberschreitende Hochschulpartnerschaft geschlagen. „Zu Zeiten des Eisernen Vorhangs erforderte das umso mehr Engagement und Zähigkeit“, blickt Niederdrenk zurück.

Das exakte Datum ihres ersten Besuchs auf dem Steinfurter Campus hat Tal-Figiel sich gar nicht gemerkt – so oft war sie mittlerweile zu Besuch. Plewa erinnert sich hingegen sehr genau an das erste Treffen: „Es hat geregnet, es war kalt, die Ankunft hatte sich erheblich verzögert, und erst um drei Uhr nachts konnte ich die Kollegin endlich am Bahnhof abholen.“

Allen Widrigkeiten zum Trotz habe sich die Hochschulpartnerschaft zu einer Vorzeige-Kooperation entwickelt, bilanziert Niederdrenk. „Wir sind froh, mit der renommierten Technischen Universität Krakau so unkompliziert zusammenzuarbeiten.“ Er lobte die „beispielgebende Lebendigkeit“ der Partnerschaft.

Sie äußert sich vor allem in einem Studierendenaustausch, der auch für die Cracow University of Technology ungewöhnlich rege ist. „Die gute Betreuung auf dem Steinfurter Campus hat sich längst herumgesprochen unter den Studierenden, die eine zeitlang nach Deutschland wollen“, sagt Tal-Figiel. In diesem Jahr bereiten sich acht angehende Chemieingenieure von der Politechnika Krakowska auf den internationalen Abschluss vor.

Prof. Dr. Barbara Tal-Figiel freute sich über die Auszeichnung und nutzte den Anlass, um ihrerseits für die Betreuung der polnischen Studierenden zu danken: „Der Austausch ist ein großes Glück.“

Niemand der Beteiligten ruht sich nun auf dem Erreichten aus. Denn für die FH Münster gilt die Krakauer Partneruniversität auch als verlässlicher Partner in der gemeinsamen Doktorandenausbildung. „Sie ermöglichen uns damit die Umsetzung der dritten Stufe im Bologna-Prozess“, bedankte sich Niederdrenk.

Tal-Figiel habe einen bedeutenden Beitrag für das gemeinsame Promotionskolleg geleistet, so der Kooperationsverantwortliche Prof. Dr. Volkmar Jordan vom Fachbereich Chemieingenieurwesen.
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