„Die FH Münster war die beste Entscheidung meines Lebens“

Galina Nedelcheva erhält den DAAD-Preis für ausgezeichnete Studienleistungen


Rektor Prof. Dr. Klaus Niederdrenk (r.) überreichte Galina Nedelcheva den DAAD-Preis und an Gilbert Aholou und Sergei Serkin (l.) den Hochschulpreis.
Münster (5. September 2008). Exzellente Prüfungsergebnisse und ehrenamtliches Engagement – wie ist das zu schaffen? „Nur mit eiserner Disziplin“, schmunzelt Galina Nedelcheva, zumal sie außerdem noch jobben musste. Die gebürtige Bulgarin ist die DAAD-Preisträgerin 2008.

Mit der Auszeichnung würdigen der Deutsche Akademische Austauschdienst und die Fachhochschule Münster einmal im Jahr besondere Verdienste ausländischer Studierender.

Die 30-Jährige hatte „vom guten Ruf der FH Münster gehört, besonders vom Fachbereich Sozialwesen“, begründet sie, warum sie das Studium der Sozialen Arbeit hier aufnahm. „Das war die beste Entscheidung meines Lebens!“ Gut betreut von den Professoren, habe sie sich wie zu Hause gefühlt.

Besonders schwierig sei die Zeit während des Praxissemesters gewesen, weil sie da zusätzlich arbeiten musste. „Aber es hat sich gelohnt.“ Inzwischen arbeitet Nedelcheva bei der Diakonie Ruhr-Hellweg und würde gern promovieren.

„Ich schätzte mich glücklich, Galina Nedelcheva in meinen Veranstaltungen zu haben“, erklärte Prof. Dr. Hiltrud von Spiegel während der Preisverleihung. Wer neben der Doppelbelastung von Job und Studium ehrenamtlich Flüchtlinge betreue, könne als Tutorin wertvolle Erfahrungen weitergeben. Von engagierten Studierenden würden auch die Lehrenden profitieren.

Das gilt ebenso für Gilbert Aholou aus der Republik Benin und Sergei Serkin aus Weißrussland. Beide ehrte FH-Rektor Prof. Dr. Klaus Niederdrenk mit dem Internationalen Preis, den die Hochschule nun schon zum zweiten Mal in Eigenregie vergibt. Denn, so Niederdrenk, „Internationalität gehört zu unserem Leitbild“.

Prof. Dr. Jobst Thalenhorst, Prodekan vom Fachbereich Wirtschaft, lobte den BWL-Studenten Aholou als „Talent im Rechnungswesen“ und würdigte seine ausgezeichneten Studienleistungen. Die erbringt auch Serkin, der in Steinfurt Angewandte Informatik studiert.

„Er fiel mir durch seine gute Argumentation in den Lehrveranstaltungen auf“, so Prof. Dr. Ulrich Greveler. In Praktika sei er darauf bedacht, ein Team zum Ziel zu führen. Serkin ist Vater von zwei Kindern und muss neben dem Studium arbeiten. Mit Disziplin sei das zu schaffen, was ihm nicht schwerfalle. Denn: „Mit dem Studium verwirkliche ich schließlich meinen Traum.“
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