Pinkwart: „Erste Adresse für Bildung und Forschung“

NRW-Wissenschaftsminister bei Feierstunde zur Amtsübergabe in der Hochschulleitung


Die Liste mit Erfolgen der Fachhochschule Münster, die NRW-Wissenschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (M.) anlässlich der Amtsübergabe von Rektor Prof. Dr. Klaus Niederdrenk an Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski aufzählt
Bild: 1  2  3  4  (Download )
Münster (31. Oktober 2008). Lobende Worte stehen bei Festveranstaltungen zum Abschied verdienter Persönlichkeiten in der Regel im Vordergrund. Alles andere als vordergründig erwies sich allerdings die Liste mit Erfolgen der Fachhochschule Münster, die NRW-Wissenschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart anlässlich der Amtsübergabe von Rektor Prof. Dr. Klaus Niederdrenk an Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski aufzählte.

Erfolge, die er dem Rektor zuschrieb, der über zehn Jahre die Geschicke der Hochschule leitete.

Seit Jahren der beste Lehrerfolg mit den meisten Absolventen pro Wissenschaftler, ein beispielhaftes Qualitätsmanagement bis hin zum Studienabschluss, Dauerspitzenreiter in der Drittmitteleinwerbung – der Minister sparte nicht mit Superlativen. Und nicht zuletzt verwies er auf das landesweit einzigartige Angebot der beruflichen Lehrerbildung in Kooperation mit der Universität Münster: „Ihre Erfolge sind wegweisend für die Lehrerbildungsreform in Nordrhein-Westfalen, ja sogar bundesweit.“

Auch sei die Fachhochschule Münster dem hohen Anspruch gerecht geworden, erste Adresse für Bildung und Forschung in der Praxis zu sein. „Dazu haben Sie und Ihr Team beigetragen“, wandte er sich an Niederdrenk.

Der neuen Präsidentin bescheinigte Minister Pinkwart, mit ihrer Forschungserfahrung in Unternehmensplanung und strategischem Management bestens gerüstet zu sein für das Amt. In der Feierstunde verband er seine guten Wünsche an von Lojewski mit einem Hinweis auf den Wettbewerb der Hochschulen. Das in Münster greifende Qualitätsmanagement werde helfen, die Spitzenposition im Land zu halten – auch mit Blick auf den vom Land angestrebten Ausbau der Fachhochschullandschaft.

Als „unvergleichliche Erfahrung“ hatte Niederdrenk zuvor seine Amtszeit bezeichnet. „Ich habe es genossen und die Hochschule mit Stolz und großer Freude repräsentiert“, sagte er. Einen „doppelten Spagat“ hatte der Rektor mit der Begrüßung und der Danksagung zu absolvieren. Zahlreiche hochrangige Vertreter aus Hochschule, Politik, Wirtschaft und Verwaltung hieß er willkommen, in seinen Dank schloss er alle engen Mitarbeiter bis zu den Fahrern ein. Für die beiden Rektorate habe er „starke Persönlichkeiten“ gefunden. Die Prorektoren und der Kanzler hätten „maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung der Hochschule“ gehabt.

„Alt-Rektor geht mir nicht über die Lippen, dafür bis Du viel zu jung“ leitete Prof. Dr. Gisela Engeln-Müllges ihre Ansprache ein. Der Spitzenplatz der Fachhochschule sei „das Ergebnis harter, einfühlsamer und egoismenfreier Führungspolitik“, richtete sich die Vorsitzende des Hochschulrates der FH Münster an Niederdrenk, dem Teamarbeit immer wichtig gewesen sei. Als „Garant für Kontinuität“ sieht Engeln-Müllges die neue Präsidentin. Eigene Akzente habe diese mit dem von ihr zusammengestellten Präsidium aber bereits gesetzt.

Prof. von Lojewski hatte das Schlusswort. Noch ungezählt seien die Herausforderungen, die auf die Hochschule zukommen werden. „Netzwerke und Kooperationen werden unsere Antwort auf den schnellen Wandel in Wissenschaft und Wirtschaft sein“, ebenso eine stärkere Professionalisierung des Managements und ein ganzheitliches Qualitätsmanagement, blickte sie nach vorn. Ihr Ziel sei eine leistungsstarke und kundenorientierte Hochschule, deren Qualität auch zukünftig in der Vielfalt liege.

Ihrem Amtsvorgänger steckte sie unter dem Applaus der Festgäste die Ehrennadel der Fachhochschule an und überreichte gleich zwei Festschriften: ein Resümee der Arbeit des letzten Rektorates und „Hommage an Niederdrenk“, in der 60 seiner Wegbegleiter ihn in je zwei Sätzen charakterisieren.

Partystimmung kam bei der anschließenden Feier für alle Hochschulangehörigen auf, als Tanzpädagoge Günther Rebel und das Improvisationstheater ratzfatz.de die Bühne am Leonardo-Campus betraten.
Seite drucken