Wenn Vögel ein Zuhause brauchen

Zukünftige Architekten entwerfen Heim für Spatz und Co.


Entwurf des Stadtvogelhauses
Der 1. Platz ging an Carla Gertz, Ariane Müller und Dominik Nüssen mit ihrem Entwurf „Stadtvogelhaus“.
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Münster (26. August 2010). An einem eher außergewöhnlichen Wettbewerb nahmen Architektur- und Designstudierende der Fachhochschule Münster teil: Die Jäckering Mühlen- und Nährmittelwerke GmbH suchte „interessante, intelligente und witzige Vogelhäuser". Anlass für den ausgeschriebenen Wettbewerb war die Eröffnung des Günter-Jäckering-Vogelflughafens - ein Projekt, mit dem die Hammer Firma ihre Kunstsammlung bereichert und ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Der Vogelflughafen ist außerdem ein Beitrag zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010.

Welche Vogelhäuser die besten sind, entschied eine Jury mit der Dekanin des Fachbereichs Architektur, Prof. Julia Bolles-Wilson, Architektin Gabriele Andreae und Prof. Res Ingold, einem der beiden Künstler, die den Vogelflughafen kreierten. Den mit 1000 Euro dotierten 1. Preis erhielten Carla Gertz, Ariane Müller und Dominik Nüssen. Für ihren Entwurf eines „Stadtvogelhauses" setzten sie sich mit dem knapper werdenden Lebensraum auseinander und empfehlen einen Ziegelstein als Behausung. Aus Beton, innen hohl und mit Eingangsloch, lassen sich diese Vogelhäuser sowohl in marode Mauerwerke als auch in geplante Neubauten integrieren. Die anderen platzierten Entwürfe greifen etwa die natürliche Vogelnestbauweise auf oder empfinden das Vogelhaus als große Holzvilla nach - mit Funktionsräumen wie dem Erholungsraum für die „Bordcrew".


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