„Flashy-Frank“ fährt mit Magnesium

Studierende der Fachhochschule Münster gewinnen Preis für chemisches Modellauto bei einem Wettbewerb in Berlin


Studierende mit Modellfahrzeug
Anne Gerten, Martin Lüders, Christine Krimphove, Sabrina Huesmann, Michael Freese und Fabian Rüthing (v.l.) von der Fachhochschule Münster entwickelten „Flashy-Frank“ für den ChemCar-Wettbewerb.
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Münster/Steinfurt (25. Oktober 2011). Entzündet man Magnesium, entsteht wie bei einer brennenden Wunderkerze sehr helles Licht. Trifft dieses Licht auf die Solarzelle von „Flashy-Frank", saust das Modellauto los. Masterstudierende des Fachbereichs Chemieingenieurwesen der Fachhochschule Münster gewannen mit ihrem Fahrzeug den fünften Platz im ChemCar-Wettbewerb der DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.). Prof. Dr. Volkmar Jordan vom Fachbereich Chemieingenieurwesen hatte das siebenköpfige Team während der Arbeit an der Idee zum chemisch angetriebenen Modellauto betreut.

„Wir haben überlegt, wie wir sehr viel Licht erzeugen können und haben hierfür Magnesium genutzt, da bei der Oxidation vor allem reichlich UV-Strahlen freigesetzt werden", erklärte Student Fabian Rüthing. Magnesium sei schon als „Blitzpulver" für die ersten Fotografien eingesetzt worden. „So konnten wir altes Wissen mit moderner Technologie verbinden", ergänzte Sabrina Huesmann. Im Modellauto entsteht über die Solarzellen dann elektrische Energie, die „Flashy-Frank" zum Rollen bringt. Die Aufgabe des Wettbewerbs war es, einen Antrieb zu konstruieren, der auf einer chemischen Reaktion beruht. Ihre Idee präsentierte das FH-Team beim European Congress of Chemical Engineering in Berlin.

Vor über 1.000 Zuschauern stellten zehn Gruppen ihre selbstgebauten Fahrzeuge vor. Die ChemCars mussten mit einer Zuladung von 30 Prozent des Eigengewichts eine Strecke von 17 Metern zurücklegen. Bremsen oder eine Fernsteuerung waren nicht erlaubt. Insgesamt waren ursprünglich zwölf Teams zugelassen worden; jedoch hielten nur zehn Fahrzeuge dem Blick der Sicherheitsprüfer stand.

Zum Thema:
Den ChemCar-Wettbewerb richteten die kreativen jungen Verfahrensingenieure (kjVI) im VDI (Verein Deutscher Ingenieure) bereits zum sechsten Mal aus. Die kjVI sind eine Gruppe von Studenten, Doktoranden und gerade ins Berufsleben eingestiegenen Verfahrenstechnikern und Chemieingenieuren. Ihr Ziel ist es, junge Menschen für Verfahrenstechnik zu begeistern, Studierende zu begleiten und ihnen dann den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Den ChemCar-Wettbewerb organisierten die DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.) und der VDI (Verein Deutscher Ingenieure).


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