„Wir retten jetzt die Welt“

Noch bis Sonntag zeigt der Fachbereich Design der Fachhochschule Münster die Abschlussarbeiten


Spielerisch: Als Entdecker, Geheimagent oder Brückenbauer können Kinder und Erwachsene in Sarah Hüttenberends Arbeit „Komm, spiel mit mir, wir retten die Welt“ Probleme lösen.
Spielerisch: Als Entdecker, Geheimagent oder Brückenbauer können Kinder und Erwachsene in Sarah Hüttenberends Arbeit „Komm, spiel mit mir, wir retten die Welt“ Probleme lösen. (Fachhochschule Münster Pressestelle)
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Münster (10. Februar 2012). „Komm, spiel mit mir, wir retten die Welt". In diesem Spiel können Kinder und Erwachsene Helden sein. Ausgedacht hat sich dies Sarah Hüttenberend, eine der 40 Absolventen des Fachbereichs Design der Fachhochschule Münster, die noch bis Sonntagabend (12. Februar) ihre Abschlussarbeiten zeigen. „Was, wenn sich auch reale Probleme spielend lösen ließen?", fragt die Bachelorabsolventin. Sicher ist sie sich, dass jede Veränderung im Kleinen beginnt.

Das tiefgründige Nachdenken über große Themen sieht Prof. Rüdiger Quass von Deyen auch bei vielen anderen Abschlussarbeiten. Wie etwa bei „Re Cycle", in der Min Jung Park 22 neue Produkte aus alten Fahrradteilen erfunden hat und in einem Buch vorstellt: Da wird das Lenkrad zum Garderobenhalter, das Schutzblech zur Lampe. „Münster ist eine Fahrradstadt", sagt die Absolventin mit Blick auf das Potenzial, das in den Einzelteilen steckt.

Um die Wegwerfgesellschaft geht es auch in der Arbeit von Kea Waldeck, die sich Gedanken „Über Design und Überfluss" gemacht hat. Der mangelnden Wertschätzung für Printprodukte, die zuhauf ungelesen in Papierkörben landen, setzt sie ihre eigenen Broschüren entgegen - auf feinem Papier, mit durchdachter Typographie.

Auch Marie-Christina Latsch wählte Typographie als Mittel, um von Menschen zu erzählen, die nicht den heterosexuellen Normen von Körper und Geschlecht entsprechen. „Die Typographie verläuft störrisch", erklärt die Diplomandin, „denn diese Menschen rütteln gewaltig an den starren Kategorien Mann und Frau".

Störrisch bleibt auch die Protagonistin im Kinderbuch „Bine und die Feenplage". In der Geschichte von Catherine Gabrielle Ionescu widersteht sie den Überzeugungsversuchen der Feen, ihre Lieblingsfarbe Grün gegen Rosa auszutauschen. Wer das „Anti-Rosa-Buch" anschauen möchte, hat dazu noch bis Sonntagabend am Leonardo-Campus Gelegenheit. Dort sind alle Bachelor- und Diplomarbeiten des Wintersemesters in der Ausstellung „Parcours" zu sehen. „Der Titel ist Programm, denn ein Parcours hat zwei Seiten", erklärt Fachbereichsdekan Prof. Ralf Beuker. „Die Seite der Studierenden, die ihn gehen, und die der Lehrenden, die ihn abstecken: mit ihren methodischen, technischen und gestalterischen Kompetenzen."

Die Ausstellung „Parcours" ist auf dem Leonardo-Campus 6 in Münster am Samstag (11. Februar) und Sonntag (12. Februar) von 10 bis 20 Uhr zu sehen; der Eintritt ist frei.


Die Ausstellung "Parcours" in der Übersicht:

Öffnungszeiten:
Eröffnung am Freitag, 10.2.2012 um 19.30 Uhr
Samstag (11.2.) und Sonntag (12.2.) von 10 bis 20 Uhr

Ort:
Fachhochschule Münster
Fachbereich Design
Leonardo-Campus 6
48149 Münster

Die Ausstellung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.


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