Gefängnis-Entwurf erhält „besondere Anerkennung“

Architektur-Masterabsolvent der Fachhochschule Münster beim BDA-SARP-Award 2012 ausgezeichnet


Entwurf des Gefängnisses in Halle (Saale)
Für sein Projekt mit dem Titel „Zehneinhalb Quadratmeter. Ein Modellgefängnis in Halle (Saale)“ hat Architektur- Masterabsolvent Steffen Kirchberger eine mit 500 Euro dotierte „Besondere Anerkennung“ bei der Verleihung des deutsch-polnischen Architekturförderpreises, des BDA-SARP-Awards, erhalten.(Foto: Steffen Kirchberger)

Münster (12. Juni 2012). "Die funktionalen Anforderungen eines modernen Gefängnisses mit Raumqualität und architektonischer Ausdrucksstärke zu kombinieren" hatte sich Steffen Kirchberger in seiner Masterthesis vorgenommen - und es ist ihm offensichtlich hervorragend gelungen. Für sein Projekt mit dem Titel „Zehneinhalb Quadratmeter. Ein Modellgefängnis in Halle (Saale)" hat der Masterabsolvent des Fachbereichs Architektur der Fachhochschule Münster eine mit 500 Euro dotierte „Besondere Anerkennung" bei der Verleihung des deutsch-polnischen Architekturförderpreises, des BDA-SARP-Awards, erhalten.

Der Bund Deutscher Architekten (BDA) und der polnische Architektenverband SARP würdigen mit der bislang als Walter-Henn-Förderpreis bekannten bilateralen Auszeichnung die besten Abschlussarbeiten an deutschen und polnischen Hochschulen. Eine Jury um Andreas Denk, Chefredakteur der Zeitschrift „der architekt", SARP-Vizepräsident Krzysztof Bojanowski und die Architekten Josef Hämmerl (Stuttgart), Jacek Lenart (Stettin) und Matthias Schmidt (Weimar) zeichnete Kirchbergers Arbeit für ihren subtilen Umgang mit der speziellen Thematik des Gefängnisbaus und dessen gelungene städtebauliche Fügung in die Umgebung aus. Kirchberger regt mit seinem Entwurf eine Neuinterpretation einer eher unbeliebten Bauaufgabe an und verknüpft die architektonische Betrachtung mit dem Vorschlag eines veränderten Strafsystems und Alltags der Insassen. FH-Professorin Annette Hillebrandt hatte die Arbeit betreut.

Den BDA-SARP-Award vergab die Jury für die Abschlussarbeit „Eine Herberge für Karaköy" an Feyyaz Berber von der RWTH Aachen. Zwei weitere Auszeichnungen gingen an die Absolventinnen Paulina Witczak von der TU Stettin sowie an Weijie Wang und Liang Xu von der Universität Stuttgart.


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