FH Münster beruft Expertin für Sozialpsychologie und Bildungsprozesse

Dr. Annette van Randenborgh ist neue Professorin am Fachbereich Sozialwesen


Münster (7. Februar 2013). „Die heilsame und wohltuende Wirkung von Gruppen bei psychischen Belastungen wird derzeit wiederentdeckt." Davon ist Prof. Dr. Annette van Randenborgh überzeugt. Die Expertin für Sozialpsychologie und Bildungsprozesse ist zum Wintersemester als neue Hochschullehrerin an den Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster berufen worden und vertritt das Lehrgebiet Theorie und Praxis der Gruppenarbeit. „Die Mitglieder einer Gruppe lernen voneinander, sie motivieren sich gegenseitig und sie können sich in einer Krise vielfältige soziale Unterstützung bieten", erklärt die 34-jährige Psychologin und sieht darin gute Argumente für den Einsatz von Gruppenarbeit für pädagogische und klinische Ziele sowie am Arbeitsplatz.

Die Vorzüge der Arbeit in der Gruppe vermittelt die Professorin in der Lehre und setzt dabei vor allem auf Veranstaltungen mit hohen Praxis- und Selbsterfahrungsanteilen für ihre Studierenden. Ihr Ziel ist es, diese für die vielfältigen Herausforderungen des späteren Berufs zu stärken, denn dort seien sie oftmals hohen Belastungen ausgesetzt, die es zu bewältigen gelte. Van Randenborgh freut sich besonders auf die Möglichkeit, an der FH Münster Forschung und Praxis miteinander zu verbinden und ihre Studierenden in die Rolle der aktiv Lernenden zu bringen. „Dann macht das Lernen Spaß und ist effizient", sagt die Hochschullehrerin.

Vor ihrer Berufung an die FH Münster hat van Randenborgh ein Studium der Psychologie in Münster und Padua absolviert und im Anschluss eine Ausbildung zur kognitiven Verhaltenstherapeutin abgeschlossen. In ihrer Doktorarbeit an der Universität Osnabrück beschäftigte sie sich intensiv mit dem Thema „depressives Grübeln" und hat damit bereits großes Interesse in den Medien geweckt. Ihren Fachartikel über Kindheitserfahrungen und die Empathiefähigkeit von chronisch depressiven Patienten hat sie vor kurzem in der international renommierten Fachzeitschrift Journal of Affektive Disorders veröffentlicht. Von ihren praktischen Erfahrungen, die sie zuletzt als Psychotherapeutin am St. Rochus-Hospital Telgte und in der EOS-Klinik für Psychotherapie vertieft hat, werden ihre Studierenden künftig profitieren.


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