Kinderschutzbund vertreibt Monster und verleiht Flügel

Zwei Filme aus Seminarprojekt der Fachhochschule Münster sollen Aufmerksamkeit erhöhen


Ute Cewe, Leiterin Unternehmenskommunikation Sparda-Bank, Prof. Gisela Grosse von der Fachhochschule Münster und Dieter Kaiser, Geschäftsführer des DKSB Münsten, halten ein Notebook in die Kamera.
Präsentieren einen der beiden Videoclips, die FH-Absolvent Jörg Pallas für den Deutschen Kinderschutzbund produziert hat: Ute Cewe, Leiterin Unternehmenskommunikation Sparda-Bank, Prof. Gisela Grosse von der Fachhochschule Münster und Dieter Kaiser, Geschäftsführer des DKSB Münster (v.l.). (Foto: Eßmann, Münstersche Zeitung)

Münster (17. Januar 2014). Ein kleines Mädchen spielt auf einer Wiese. Plötzlich taucht aus dem Boden ein Monster auf. Ein Stein, auf dem Deutscher Kinderschutzbund (DKSB) steht, erschlägt das Monster kurz darauf. Dieser und ein weiterer kurzer Videoclip sind während eines Seminarprojekts der Fachhochschule Münster entstanden - jetzt können Zuschauer sie unter anderem im Cineplex in Münster sehen. „Die Studierenden hatten sehr viele Ideen, um die Aufmerksamkeit der Leute auf den Kinderschutzbund zu lenken", sagt Gisela Grosse, Professorin am Fachbereich Design der FH Münster. „Zum Beispiel wollten einige die Fenster des Kinderschutzbundes an der Bahnhofsstraße gestalten." Doch dann hat sich der Kinderschutzbund für die Videoclips von FH-Absolvent Jörg Pallas entschieden.

Im zweiten Film sind die Gefahren für Kinder ebenso abstrakt dargestellt wie im ersten durch das Monster. Ein Ballon mit der Aufschrift Kinderschutzbund trägt ein Kind über ein Meer aus Dornen. Dadurch sprächen die Szenen gerade Kinder an, die häufig den Grund ihrer Angst nicht benennen könnten, erklärt Grosse.

Dass die Filme nicht auf eine spezielle Gefahr für Kinder eingehen, freut auch die Leiterin der Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank Ute Cewe. Die Bank hat das Projekt mit einer Spende unterstützt. Jetzt ist es das Ziel des DKSB Münster, die Szenen auf fünf ihrer Fenster zu projizieren. „So können auch die Reisenden am Bahnsteig die Clips in der Dämmerung verfolgen", sagt Kaiser. Der Kinderschutzbund hofft, dass dadurch noch mehr Menschen auf die Arbeit der Institution aufmerksam werden. (Quelle: MZ)


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