FH-Absolventin erhält Hochschulpreis

Melissa Skender überzeugte den Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik mit ihrer Masterarbeit


Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky (Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des BME-Bundesvorstands), Melissa Skender (FH Münster) und BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Christoph Feldmann. (Foto: Ursel/BME)
Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky (Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des BME-Bundesvorstands), Melissa Skender (FH Münster) und BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Christoph Feldmann. (Foto: Ursel/BME)

Münster (20. März 2014). Melissa Skender von der Fachhochschule Münster erhielt beim wissenschaftlichen Symposium „Supply Management" in Würzburg den BME-Hochschulpreis. Dieser wird jedes Jahr vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) für herausragende Masterarbeiten verliehen.

Skender entwickelte in ihrer Abschlussarbeit für den Kosmetikkonzern L'Oréal ein Konzept zum Umgang mit „ungängigen Beständen". Die Studentin erforschte, welche Produkte zu Ladenhütern werden, wie man diese schnell identifizieren kann und wie deren Potenziale besser genutzt werden können. Gerade in der schnelllebigen Konsumgüterindustrie entstehen sogenannte „ungängige Bestände" häufiger als früher: „Die sehr kurzen Produktlebenszyklen, die kontinuierliche Kundenorientierung - die eine immer höhere Variantenvielfalt fordert - und die komplexe Materialversorgung begünstigen deren Entstehung", erklärt die Preisträgerin. Um die ungenutzten Potenziale auszuschöpfen, sei ein optimierter Zuordnungsprozess solcher Bestände notwendig, so Skender. Diesen zu beleuchten, ist der Studentin in ihrer Masterarbeit gelungen und brachte ihr den mit 2.000 Euro dotierten Preis ein.

Dazu ihr Betreuer Prof. Dr. Wolfgang Buchholz vom Fachbereich Wirtschaft: „Die Auszeichnung ist ein Indikator für unsere gute Ausbildung im Masterprogramm Logistik und für die hohe Qualität unserer Absolventen." Eine wichtige Erkenntnis der Masterarbeit ist aus seiner Sicht, dass in der häufig vernachlässigten Beschäftigung mit ungängigen Beständen ein Optimierungspotenzial für Unternehmen liegt: „Skenders Arbeit liefert einen konkreten IT-basierten Vorschlag, dieses Potenzial bei L'Oréal zu heben."

Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter des Fachbereichs Wirtschaft, Holger de Bie und Daniel Meiners, nahmen ebenfalls am Symposium teil. Ihre Beiträge setzten sich in einem doppeltblinden Begutachtungsverfahren durch und werden auch im BME-Tagungsband erscheinen, den der Springer/Gabler Verlag im August publizieren wird. De Bie trug mit einem Vortrag zum Thema „Determinanten zur Wahl von Concurrent Sourcing als duale Beschaffungsstrategie - Eine explorative empirische Untersuchung in der Landmaschinen und Chemieindustrie" zur fachlichen Diskussion bei. Meiners präsentierte einen Beitrag zur „Gestaltung der Supply Chain in Abhängigkeit der Wachstumsstrategie bei mittelständischen Unternehmen." De Bie hat die Veranstaltung gut gefallen: „Der offene Austausch zwischen Praktikern und Wissenschaftlern zu den verschiedenen Themen war sehr konstruktiv. Zudem ist es toll, dass eine unserer Absolventinnen den Hochschulpreis gewonnen hat."


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