Begeisterung für Technik wecken

Fachbereich Elektrotechnik und Informatik präsentiert Projekte an der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn


Stand des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik in der Herta-Lebenstein-Realschule.
Prof. Dr. Jürgen te Vrugt (l.), die Promovenden René Böing (M.) und Maik Dankel (2.v.r.) sowie Student Damian Poddebniak (2.v.l.) stellten Projekte des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik an der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn vor. Lehrer Dietmar Kemper freute sich, dass die FH Münster den „Tag der Robotik“ unterstützt. (Foto: FH Münster/Pressestelle)
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Münster/Stadtlohn (23. Mai 2014). Für René Böing war es eine Reise in die Vergangenheit: Einst war er selbst Schüler an der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn. Am Samstag (17. Mai) hat er dort ein Projekt präsentiert, das er derzeit für seine Promotion an der Fachhochschule Münster bearbeitet. Der Informatiker erforscht für das Europäische Kernforschungszentrum CERN, wie sich Analyseprozesse für den Teilchenbeschleuniger ATLAS beschleunigen lassen.

Neben Böing waren Prof. Dr. Jürgen te Vrugt, ebenfalls ehemaliger Schüler der Herta-Lebenstein-Realschule, Promovend Maik Dankel und Student Damian Poddebniak in Stadtlohn vor Ort. Im Rahmenprogramm des „Tags der Robotik", einem Wettbewerb der World Robot Olympiad, informierten sie an einem Stand über die Studienmöglichkeiten am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik. An der Veranstaltung nahmen mehr als 20 Schülerteams aus dem Westmünsterland, Niedersachsen, vom Niederrhein und aus den Niederlanden teil.

Besonders beliebt bei den Schülern war der Versuchsaufbau zur Bewegungserkennung, den Damian Poddebniak mitgebracht hatte. Der Informatikstudent hatte eine Software entwickelt, die Bewegungsabläufe durch am Körper befestigte Sensoren an einem Skelett am Bildschirm sichtbar macht. Die „Motion Tracking" genannte Technik ist für viele Einsatzgebiete nutzbar. „Zum Beispiel können Ärzte so überprüfen, ob Schlaganfallpatienten ihre Übungen richtig durchführen", so Poddebniak. Auch für die Visualisierung von Computerspielen oder die Erstellung animierter Filmen lässt sie sich einsetzen.

Der Informationsstand war der Auftakt einer Zusammenarbeit, die te Vrugt mit Schulleiter Ludger Terfrüchte und Lehrer Dietmar Kemper im Zuge der MINT-Initiative der Schule vereinbart hat. „Wir möchten Begeisterung für Technik wecken und zeigen, welche beruflichen Wege möglich sind", beschrieb der Hochschullehrer die Ziele der neuen Partnerschaft. Neben der jährlichen Präsenz beim Tag der Robotik ist geplant, dass Professoren, Mitarbeiter und Studierende der FH Münster den Unterricht besuchen. Anhand ihres persönlichen Werdegangs sollen sie aufzeigen, welche Möglichkeiten den Realschülern offenstehen. Bei Exkursionen an den Steinfurter Campus können die Schüler die Hochschule kennenlernen und selbst kleine Aufgaben in den Laboren bearbeiten.


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