Auch im Ruhestand der Hochschule verbunden

Präsidentin verabschiedet Prof. Hertje Funke und Prof. Norbert Rath


Münster (28. Juli 2014). In einem Punkt sind sich die beiden Ruheständler völlig einig: Die Entscheidung, eine Professur an der Fachhochschule Münster anzunehmen, sei goldrichtig gewesen. 18 Jahre lang lehrte und forschte Prof. Dr. Hertje Funke am Fachbereich Oecotrophologie - Facility Management. Ihr Kollege Prof. Dr. Norbert Rath vom Fachbereich Sozialwesen war sogar 22 Jahre für die Hochschule tätig. Ihnen überreichte Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski nun die Ruhestandsurkunden und bedankte sich für das große Engagement der beiden Hochschullehrer.

Funke studierte zunächst Ökotrophologie in Gießen, wo sie anschließend Forschungsaufträge der Deutschen Forschungsgemeinschaft übernahm und promovierte. Nach sechsjähriger Tätigkeit als Hochschulassistentin wechselte die gebürtige Hamburgerin als Wissenschaftliche Mitarbeiterin zum Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. in Darmstadt, bevor sie 1996 an die FH Münster berufen wurde. „Ich habe die Praxisnähe in den 18 Jahren sehr genossen", sagte Funke. Sie habe den Rat ihrer Kollegen befolgt und ihre Studierenden während der Praktika begleitet. „So habe ich im Laufe der Zeit mehrere Hundert Unternehmen besucht, was für mich ein großer Gewinn war." Ganz ohne Hochschule möchte sie aber nicht den neuen Lebensabschnitt beginnen. Funke übernimmt im kommenden Semester einen Lehrauftrag an ihrem Fachbereich. Privat wird sie sich ehrenamtlich in der Kirchengemeinde engagieren. Insbesondere liegt ihr die Unterstützung von Migrantenkindern am Herzen.

Für Rath zeichnet sich die FH Münster durch die gute Atmosphäre aus. „Das lässt sich gar nicht mit einer großen Universität vergleichen, wo es viel mehr Konflikte gerade bei der Verteilung von Ressourcen gibt." Nach dem Studium der Fächer Philosophie, Deutsch, Geschichte, Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaft war Rath - nach der Promotion an der WWU Münster - sechs Jahre lang Hochschulassistent an der Ruhr-Universität Bochum, wo er sich auch habilitierte. Nach Zwischenstationen als Gymnasiallehrer in Dorsten und einer Vertretungsprofessur erhielt er 1992 einen Ruf der FH Münster, zunächst für Erziehungswissenschaft, später dann für Sozialphilosophie und Sozialethik. Trotz Ruhestands wird er dem Fachbereich Sozialwesen für Lehraufträge noch erhalten bleiben. Darüber hinaus freut er sich, mehr Zeit für die Familie und die kleine Enkeltochter zu haben. Rath: „Und natürlich werde ich weiterhin Bücher schreiben." Der Band „Biographisches Verstehen bei Freud" erscheint bereits im kommenden Jahr.

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