„Gutes“ Fett gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Ernährungswissenschaftlerin der FH Münster für innovative Rapsöl-Forschung ausgezeichnet


Prof. Dr. Ursel Wahrburg
Prof. Dr. Ursel Wahrburg, Ernährungswissenschaftlerin an der FH Münster, erhielt für ihre Studien zum Rapsöl einen Forschungspreis. (Foto: FH Münster/Wilfried Gerharz)

Münster (7. Oktober 2014). Man nehme wenig Fett, heißt es nach wie vor in vielen Ratgebern zum Abnehmen. „Nicht die Menge, sondern die Art der aufgenommenen Fette ist entscheidend", sagt Prof. Dr. Ursel Wahrburg. Die Ernährungswissenschaftlerin vom Fachbereich Oecotrophologie - Facility Management der Fachhochschule Münster hat in mehreren Studien den Einfluss von Rapsspeiseöl auf den menschlichen Stoffwechsel untersucht. Für ihre Forschung hat Wahrburg nun den „Innovationspreis Prof. Röbbelen" erhalten.

Der von der „Karl Eigen und Dr. h. c. Dietrich Brauer Stiftung" verliehene Preis würdigt bemerkenswerte Arbeiten auf dem Gebiet der Öl- und Eiweißpflanzen. Die Wissenschaftlerin habe sich einem bisher wenig erforschten Thema gewidmet und neue Fragestellungen aufgeworfen. Ihre hervorragenden Studien hätten in international anerkannten Fachzeitschriften Beachtung gefunden, so die Begründung der Jury während der Preisverleihung in Würzburg.

Durchschnittlich acht Kilo hatten Übergewichtige mit hohem Herzinfarktrisiko während einer halbjährigen Studie abgenommen. Auf dem Speiseplan der Studienteilnehmer stand viel Rapsöl zusammen mit ausgewogener, obst- und gemüsereicher Nahrung. Die Ergebnisse zeigten, dass das Rapsöl sich auf den gesamten Stoffwechsel sehr gut auswirkte. „Es senkt den Cholesterinwert im Blut und verringert damit das Risiko eines Herzinfarktes", erläutert Wahrburg. Diese Wirkung sei der guten Fettqualität des Rapsöls zuzuschreiben, insbesondere den einfach ungesättigten Fettsäuren und der Alpha-Linolensäure, einer mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäure.

„Ich würde mich freuen, wenn die Auszeichnung dazu beiträgt, die gesundheitsfördernde Wirkung von Rapsöl bekannter zu machen", so die Wissenschaftlerin.


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