Bauprojekte erfolgreich managen

Neuberufene FH-Professorin setzt sich für höheren Anteil weiblicher Studierender ein


Prof. Dr. Henriette Strotmann
Prof. Dr. Henriette Strotmann lehrt und forscht am Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Münster. (Foto: FH Münster/Wilfried Gerharz)

Münster (3. Juni 2015). Schon über drei Jahre lehrt und forscht Prof. Dr. Henriette Strotmann am Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Münster. Seit diesem Sommersemester ist sie nicht mehr wissenschaftliche Mitarbeiterin, sondern wurde zur Professorin berufen. „Das Bauen muss in der Gesellschaft wieder attraktiver werden", so ihre Überzeugung. Dies gelinge nur durch sinnvoll funktionierende Planungen und erfolgreich durchgeführte Projekte. Mit ihren Arbeitsschwerpunkten Baumanagement, Baubetrieb und soziale Kompetenzen möchte sie zu einer Imageverbesserung des Bauens beitragen. Bei der Lehre legt Strotmann Wert auf Praxisnähe, um ihren Studierenden anschaulich zu vermitteln, wie sie zukünftig selbst erfolgreich Bauprojekte managen können.

Die diplomierte Bauingenieurin studierte an der Technischen Universität Kaiserslautern und promovierte an der Bergischen Universität Wuppertal. In ihrer Doktorarbeit untersuchte sie, wie ein betriebliches Konzept zum Umgang mit Baustellenabfällen hilft, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig Kosten einzusparen. Nach ihrer Promotion lebte die 43-Jährige einige Jahre in Frankreich. Von dieser Erfahrung profitiert sie für ihren weiteren Schwerpunkt, den Auslandsbau.

Ein anderes Thema, das Strotmann am Herzen liegt, ist das Geschlechterverhältnis in ihrem Fachgebiet. So organisiert sie regelmäßig Angebote zum GirlsDay am Fachbereich Bauingenieurwesen, um bei Schülerinnen das Interesse für ein zukünftiges Studium zu wecken. „Sehr erfreulich" findet sie den stetigen Anstieg an Studentinnen. „Mittlerweile sind wir auch professoral im Geschlechterverhältnis sehr gut aufgestellt, besonders im Vergleich mit anderen Hochschulen", so die Einschätzung der neuberufenen Professorin. Jungen Frauen möchte sie die Angst nehmen, durch eine Familiengründung beruflich abgehängt zu werden. „Ich bin stolz und sehr glücklich darüber, dass ich es trotz einer recht langen Auszeit für die Erziehung unserer Kinder geschafft habe, diesen Karriereschritt zur Professorin zu machen", sagt die dreifache Mutter.

Neben ihrer Hochschultätigkeit arbeitet Strotmann als selbstständige Ingenieurin und erstellt baubetriebliche Gutachten. Trotzdem bleibt der „Powerfrau" auch noch Zeit für ihre Hobbys Joggen, Fahrradfahren, Tennis und Singen im Chor.


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