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Zentimetergenaue GPS-Ortung von landwirtschaftlichen Maschinen

FH-Student Timo Schwarte erhält VDE-Preis für herausragende Studienabschlüsse


Münster/Steinfurt (11. Mai 2016). Die Position von landwirtschaftlichen Maschinen zentimetergenau bestimmen – möglich ist das durch die hochpräzise und mobile GPS-Empfängerplatine, die Timo Schwarte in seiner Bachelorarbeit an der FH Münster entwickelt hat. Entstanden ist die Arbeit in Kooperation mit der trilogik GmbH aus Emsdetten. Lob und Anerkennung gab es nicht nur von trilogik-Geschäftsführer Frederik Grote. Sondern auch vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE), der den Preis für herausragende Studienabschlüsse an den Studenten verlieh.

„Dank der Arbeit von Timo Schwarte ist es möglich, Korrekturdaten für die GPS-Ortung auf zehn Zentimeter genau zu erhalten“, erklärt Grote. „Das ist wichtig, um in Zukunft beispielsweise Fahrzeuge autonom zu lenken bei Aussaat, Düngung und Ernte.“ Einige Systeme haben sich zwar schon etabliert. Aber Ziel sei auch gewesen, eine kostengünstigere Alternative zu konzipieren – das sei dem Studenten gelungen.

Schwarte hatte einen Empfänger gebaut und mehrere Feldversuche durchgeführt. Entstanden ist dabei ein sogenanntes RTK-GPS. „Die Lokalisationsdaten sind dabei viel genauer als bei herkömmlichen GPS“, so Schwarte. Das RTK-GPS sei aber nicht nur hochpräzise, sondern auch sehr günstig. „Das ist neu. Es gibt zwar bereits hervorragende Systeme auf dem Markt, diese sind aber deutlich teurer.“ Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Christian Störte vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik auf dem Steinfurter Campus der FH Münster. „Die Entwicklung reicht an professionelle Systeme heran, deshalb ist das Ergebnis eine richtig gute Leistung für eine Bachelorarbeit“, sagt Störte. Schwarte habe während des Studiums und auch bei seiner Bachelorarbeit generell immer sehr selbstständig gearbeitet. „Irgendwann bekommt man dann die fertige Lösung präsentiert.“ Das Ergebnis der Arbeit wird die trilogik GmbH in einem neuen Produkt verwerten. „Wir erhoffen uns so einen signifikanten technologischen Vorsprung auf diesem Gebiet“, so Grote.


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