Innovative Hochschule: Großer Erfolg für FH Münster und Region

Konzept „münster.land.leben“ überzeugte die Jury


Studentin beschriftet Plakat
Gesundheit ist ein Handlungsfeld, in dem sich die FH Münster in den nächsten fünf Jahren strategisch deutlich weiterentwickeln will. (Foto: FH Münster/Christian Trick)

Münster (4. Juli 2017). Jubelrufe hallten am Dienstagvormittag durch die FH Münster: Sie konnte sich in der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ mit dem Konzept „münster.land.leben“ gegen eine starke bundesweite Konkurrenz durchsetzen. Insgesamt wurden 29 Förderungen ausgesprochen. Die FH Münster zählt zu den Gewinnern und erhält so für ihren regionalen Verbund knapp neun Millionen Euro bei einer Projektlaufzeit von fünf Jahren.

„Die FH Münster hat sich in der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft insbesondere zum Thema Technologietransfer einen Namen erarbeitet. Mit den Förder­geldern können wir nun noch stärker die Interaktion mit der Gesellschaft in den Fokus nehmen“, freut sich Carsten Schröder, Vizepräsident für Forschungsmanagement und Transfer der Hochschule und Antragskoordinator von „münster.land.leben“.

Denn das Vorhaben geht eine der ganz großen gesellschaftlichen Herausforderungen an: Gesund­heits­ver­sorgung, Teilhabe und Wohlbefinden im ruralen Raum. Aufgrund des demografischen Wandels und der Globalisierungseinflüsse ist dies besonders in ländlich geprägte Regionen ein echtes Zukunftsthema. „Die FH Münster hat in ihrem Entwicklungsplan festgelegt, sich im Handlungsfeld ‚Gesundheit‘ in den nächsten fünf Jahren strategisch deutlich weiterzuentwickeln“, erläutert Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski. Gemeinsam mit Schröder hatte sie deshalb in einem fachbereichsübergreifenden Team und mit Unterstützung externer Experten, unter anderem dem Netzwerk „Gesundheits­wirtschaft Münsterland e.V.“, über mehrere Monate intensiv an einem entsprechenden Kon­zept gefeilt.

In insgesamt 13 Teilvorhaben im Münsterland soll „münster.land.leben“ nun die für den Gesundheits- und Versorgungssektor spezifischen Transferhemmnisse grundlegend ver­stehen, die Austausch­prozesse zwischen Wissenschaft und Gesellschaft darauf anpassen und vor allem operative Maßnahmen langfristig verankern. So wird beispielsweise ein sektorenübergreifendes und partizipatives Gesundheitsnetzwerk im Kreis Borken aufgebaut oder neuartige digitale Interaktionsformen zur Förderung der Gesundheitskompetenz von Bürgern im Kreis Warendorf erprobt.

„Letztlich hat dieser Erfolg etliche Väter und Mütter“, zeigt sich Schröder wieder einmal vom Münsterland beeindruckt. „Wir konnten über 70 regionale Unterstützer gewinnen.“ Neben der Bezirksregierung der Stadt Münster, den vier Kreisen, mehreren Städten und Gemeinden sowie dem Münsterland e.V. haben beispielsweise die Universität Münster, viele Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, Unternehmen und sogar Heimatverbände sofort ihre Mitwirkung zugesagt. „Zwei Punkte zeigen sich aus meiner Sicht wieder sehr deutlich“, so von Lojewski. „Die Netzwerke im Münsterland funktionieren hervorragend. Und die FH Münster nimmt ihre Rolle als regionaler Innovationsmotor sehr ernst.“


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