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Wie islamistische Gruppen ihre Kämpfer zu Helden machen

GUDialog der FH Münster am 17. Januar: „Dschihad 2.0 – Digitale Inszenierung von Gewalt“


Münster (10. Januar 2018). Islamistische Gruppierungen nutzen häufig neue Medien für ihre Kommunikationsstrategie – mit dem Ziel, jungen Menschen für ihre Zwecke anzuwerben. Welche Rolle spielt dabei die digitale Inszenierung heldenhafter Kämpfer? Über diese Frage referiert am kommenden Mittwochabend (17. Januar) die Ethnologin Prof. Dr. Susanne Schröter von der Goethe-Universität in Frankfurt in der Reihe GUDialog an der FH Münster.

Denn die neuen Medien spielen eine entscheidende Rolle für salafistische und dschihadistische Kommunikationsstrukturen. In Ansprachen, Predigten und Liedtexten ordnen die Gruppierungen die Welt in ein Freund-Feind-Schema ein, das sich in der Aussage verdichtet, der „Westen“ führe einen Krieg gegen die Muslime. Jeder Anschlag ist so gesehen Selbstverteidigung. Die verbalen Botschaften werden durch visuelle Inszenierungen heroischer Kämpfer ergänzt, die sich an Vorlagen aus Computerspielen oder Abenteuerfilmen anlehnen.

Schröter gilt als bedeutende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet und ist unter anderem Gründerin und Direktorin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) und im Vorstand des Deutschen Orient-Instituts (DOI) sowie des Hessischen Forums für Religion und Gesellschaft (HFRG) aktiv.

Die Veranstaltung am Institut für Gesellschaft und Digitales (GUD) der FH Münster beginnt am Mittwoch (17. Januar) um 18 Uhr im Hörsaal des Fachbereichs Design, Leonardo-Campus 6, in Münster. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Alle Informationen zur interdisziplinären Reihe GUDialog finden Interessierte unter www.fh-muenster.de/gud.


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