Himmlische Bauten für den Katholikentag

Architekturstudierende der FH Münster entwarfen im Semesterprojekt Hauptbühne und Ausstellungsbereich


Prof. Dr. Thomas Sternberg, Andreas Schüring und Architekturstudierende
Mit großem Interesse betrachtete Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Vorsitzender der Katholikentagsleitung (2.v.l.), die Entwürfe der Architekturstudierenden und folgte den Erläuterungen des Lehrbeauftragten Andreas Schüring (3.v.r.). (Foto: FH Münster/Fachbereich Architektur)
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Münster (14. Februar 2018). Keine drei Monate dauert es mehr, dann findet in Münster der Katholikentag statt. Dieses Großereignis nahm Andreas Schüring, Lehrbeauftragter an der Münster School of Architecture (MSA), dem Fachbereich Architektur der FH Münster, zum Anlass für eine Studienaufgabe mit sehr aktuellem Praxisbezug: Die Teilnehmer des Projektseminars Baukonstruktiver Entwurf beschäftigten sich mit temporären Bauten für den Katholikentag.

Konkret sollten die Bachelorstudierenden den Ausstellungsbereich der Kirchenmeile auf dem Schlossplatz sowie die Bühnenbauten direkt vor dem Schloss mit Altarbereich und Chor für rund 100.000 Gläubige gestalten. Dabei mussten sie neben kurzen Montagezeiten und der Verwendung von recyclingfähigen Materialien auch den atmosphärischen Charakter einer geistigen Feier besonders berücksichtigen.

Nun fand die Abschlusspräsentation des Seminars statt. Besonderes Highlight war, dass daran sogar Prof. Dr. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Vorsitzender der Katholikentagsleitung, teilgenommen hat. „Erfreulicherweise hat er mit seiner fundierten und konstruktiven Kritik die Prüfung auf ein hohes Niveau gehoben“, sagte Schüring. „Auch, wenn eine Umsetzung nicht möglich ist und die Arbeiten zunächst rein fiktiv bleiben, werden die Entwürfe für zukünftige Katholikentage wichtige Impulse geben können“, erläuterte der Architekt. So sollen sie noch in den Gremien des Zentralverbandes der deutschen Katholiken vorgestellt werden. „Da es für das undefinierbare Spannungsfeld zwischen Kirche und Messebauten wenig Material gab, auf das die Studierenden zurückgreifen konnten, mussten sie aufwändig recherchieren – vor dieser zusätzlichen Leistung empfinde ich großen Respekt“, lobt der Seminarleiter das Engagement der angehenden Architekten.


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