Das bewegende Quartier

Teilhabe-Projekt an der FH Münster sammelt Ideen für ein Wohngebiet, in dem sich alle wohlfühlen


Münster (8. März 2018). Sie ist 67 Jahre alt, Pensionärin, alleinstehend, hat künstlerische Interessen, verreist gern – braucht aber mitunter Hilfe im Haushalt. Dieser Steckbrief passt zu einer sogenannten Beispielperson, die sich die Teilnehmer einer interdisziplinären Perspektiven-Wechsel-Werkstatt des Forschungsschwerpunkts „Teilhabe und Wohlbefinden in einer sich wandelnden Gesellschaft“ (TeWoGe) erdacht haben. „Insgesamt haben wir elf sehr unterschiedliche Steckbriefe kreiert“, sagt Lisa Stahl, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle im TeWoGe-Forschungsschwerpunkt. „Das Ziel des Workshops war es, Konzepte für das im doppelten Sinne gemeinte ‚bewegende Quartier‘ zu finden, das teilhabegerecht gestaltet ist und in dem sich alle, die dort leben, wohlfühlen können.“

An dem Workshop nahm eine sehr gemischte Gruppe teil. „Vertreten waren der Forschungsschwerpunkt TeWoGe, das Wandelwerk, das Zentrum für ambulante Rehabilitation Münster, das Architekturbüro Berg, das Sozialamt Münster, die Caritas für die Diözese Münster und die Agentur KS Design“, erzählt Stahl.  Das Ergebnis: verschiedene Lösungsvorschläge in 3D. Zu den Entwürfen gehört eine öffentliche Anlaufstelle mit dem Namen Quartiersmanagement, ein Bürgerbus als Fahrservice, in dem sich Junge und Alte gegenseitig unterstützen, eine Aktivitäten-App, um sich zum Yoga oder Parkspaziergang zu verabreden.

Mit der Design-Thinking-Methode sei es der Workshop-Moderatorin Stefanie Panke von der University of North Carolina at Chapel Hill, die eigens dafür aus den USA angereist war, gelungen, mit den Teilnehmern kreative Lösungsansätze zu entwickeln – die nun allerdings näher beleuchtet werden müssten. „Interessant ist zum Beispiel die Frage, warum bereits bestehende Konzepte nicht gut funktionieren. Wenn wir die Ursachen herausgearbeitet haben, können wir praxistaugliche Bausteine für die Quartiergestaltung definieren“, erklärt Stahl.

Dies sei das Thema des zweiten Workshops „Das bewegende Quartier“, der gerade vorbereitet wird und zu dem alle Interessierten innerhalb und außerhalb der Hochschule eingeladen sind. Wer teilnehmen möchte, kann sich unter tewoge.koordinierungfh-muensterde melden.


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