Know-how der FH Münster für neue Palliativstation

Herz-Jesu-Krankenhaus und Domfreunde Münster bauen auf interdisziplinäres Projekt


Münster (27. März 2018). Eine Terrasse wäre schön, dachte sich Jens Stegemann. Der 31-Jährige arbeitet auf der Palliativstation des Herz-Jesu-Krankenhauses in Münster-Hiltrup. Und hier können die Patienten nicht mal einfach so zwischendurch an frischer Luft die Jahreszeiten genießen. Immer sind sie auf Angehörige angewiesen, die dafür die Zeit finden. „Eine neue, optimierte Palliativstation könnte dies bieten“, so Stegemann, der seit zwölf Jahren Schwerstkranke betreut.

Die Gedanken äußerte der Krankenpfleger in seinem Verein Domfreunde – und stieß bei Peter Glahn und MdL Dr. Stefan Nacke, ebenfalls Vereinsmitglieder, auf offene Ohren. Doch einen Neubau zu finanzieren, dafür sahen sie keine Chance. Aber Glahn und Nacke wissen wegen ihrer Kontakte zur FH Münster die interdisziplinären Möglichkeiten der Hochschule zu schätzen. Glahns Idee: mit der Hochschule zu kooperieren, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Neubau zu schaffen – unter Berücksichtigung der ethischen, gesundheitlichen und architektonischen Aspekte.

„Um den Neubau zu finanzieren, sind wir einfach auf Unterstützung angewiesen“, so Nacke. „Aber wie kann man die Aufmerksamkeit für so ein Spendenprojekt wecken?“ Dies zu eruieren ist nun das Ziel einer studentischen Projektgruppe des Fachbereichs Wirtschaft, die im Sommersemester unter der Leitung von Prof. Dr. Olaf Arlinghaus ein Konzept entwickelt, das die Finanzierung für den Bau der Station ermöglicht. „Ob dies dann Crowdfunding, Fundraising, Sponsoring wird, ist noch offen. Fest steht schon mal eins: Die Studierenden gehen hochmotiviert an die Aufgabe“, sagte Arlinghaus beim ersten Treffen aller Beteiligten. Bereits im Juni präsentieren sie ihr Konzept.

Im darauffolgenden Semester geht es weiter: Mit ins Boot kommen Studierende der Fachbereiche Architektur und Gesundheit. Sie entwickeln – in enger Absprache mit den Beteiligten des Krankenhauses – die architektonischen Ideen unter Berücksichtigung der gesundheitswissenschaftlichen und pflegerischen Aspekte. Das Krankenhausteam, so der Ärztliche Direktor, Dr. Wolfgang Clasen, verspricht sich „von der Zusammenarbeit mit der Hochschule eine ideale Palliativstation“.


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