Neue Möglichkeiten für Wissenstransfer

Reinhold Henrichmann vom Fachbereich Bauingenieurwesen ist zertifizierter Stufe-3-Thermograf


Reinhold Henrichmann und Student
Infrarotthermografie für Gebäudehüllen – dies ist ein wichtiges Einsatzgebiet, mit dem sich Reinhold Henrichmann im Labor für Bauphysik beschäftigt. Den Bachelorstudierenden vermittelt er die Grundlagen. (Foto: FH Münster/Pressestelle)
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Münster/Steinfurt (16. April 2018). Den Wärmeverlust von Gebäuden aufzuspüren – das ist eine der Funktionen, für die Infrarotwärmebildkameras als technisches Hilfsmittel dienen. Aber den Farben und Zahlen im Display zu trauen, genügt nicht. „Man muss sie richtig interpretieren können, um dann auch die entsprechenden Empfehlungen wie etwa für die Ausbesserung von Fensterdichtungen geben zu können“, sagt Reinhold Henrichmann. Er kann! Und bringt dies auch in Praktika Studierenden am Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Münster bei. Denn der Mitarbeiter im Labor für Bauphysik ist zertifizierter Thermograf.

Und das sogar auf Level 3. Das heißt, Henrichmann darf nicht nur im Sektor der Bauthermografie tätig sein, sondern hat auch sein Wissen in den verschiedenen Bereichen wie Elektro- und Anlagenthermografie einschließlich der thermografischen Maschinendiagnostik und Prozessüberwachung vertieft. Außerdem kann er beurteilen, ob nicht etwa ein anderes geeigneteres „zerstörungsfreies“ Verfahren wie die Ultraschallprüfung für die jeweilige Prüfaufgabe geeignet ist. Zudem kann Henrichmann als Prüfungsaufsicht autorisiert werden und Qualifizierungsprüfungen abnehmen. „Level 3 zu beherrschen, das ist die Königsdisziplin“, sagt der 56-Jährige. „Damit sind nur etwa 30 Thermografen in dem aus über 300 Mitgliedern bestehenden Bundesverband für Angewandte Thermografie (VATh) gelistet.“

Von seinem Wissen profitieren die zukünftigen Bauingenieure, denen er im Labor für Bauphysik in Ergänzung zu den Vorlesungen und Übungen von Prof. Dr. Martin Homann die Grundlagen der Infrarotthermografie in Theorie und Praxis vermittelt. „Schön wäre es, nun auch Kooperationspartner in Forschung, Entwicklung und Industrie zu finden, die unsere Technik und unser Know-how nutzen wollen“, so Henrichmann.

Dank seiner Kontakte zum VATh findet am 20. und 21. April an der FH Münster das Frühjahrssymposium und die Mitgliederversammlung statt. Dann geht es in den Vorträgen der Referenten aus ganz Deutschland um den vielfältigen Einsatz der Infrarotthermografie in der Industrie, Forschung und Entwicklung, um die neueste Gerätetechnik und den fachlichen Austausch untereinander.


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