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Durchstarten! Von der Idee zum Start-up

Veranstaltung an der FH Münster brachte Gründer und Gründungsinteressierte zusammen


Münster (10. Januar 2019). Ein eigenes Unternehmen zu gründen, davon träumen viele. Doch nur wenige setzen hierzulande ihre Ideen tatsächlich um. Worauf es beim Schritt in die Selbstständigkeit ankommt und welches Erfolgsgeheimnis dahintersteckt, das verrieten gestandene Gründer bei der Veranstaltung „Durchstarten! Von der Idee zum Start-up“ an der FH Münster. Sie fand am Dienstag (8. Januar) im Fachhochschulzentrum (FHZ) statt. Rund 175 Teilnehmer ließen sich das nicht entgehen.

Leidenschaft und Biss führten Karsten Wulf zum Erfolg: Er gründete als Student 1993 ein Callcenter und verkaufte es 2016 als ein international aufgestelltes Dienstleistungsunternehmen für diverse Kundenservices mit über 6.000 Mitarbeitern an einen amerikanischen Großkonzern – für satte 123 Millionen Euro. „Unternehmertum ist richtig gut, man kann viel selbst gestalten und ist sehr flexibel“, sagte Wulf in seinem Vortrag. Er habe damals nur wenige Mittel gehabt, sei dadurch aber sehr viel effizienter damit umgegangen. „Ich habe alles in die Firma gesteckt.“ 6.000 Mitarbeiter an 12 Standorten in Deutschland und Osteuropa hatte buw letztendlich erfolgreich aufgebaut. „Ein weitsichtiger Unternehmer passt seine ursprüngliche Gründungsidee dem Markt an“, erklärte Wulf.

Dass Leidenschaft wichtig ist, machten vier Gründer bei der anschließenden Podiumsdiskussion deutlich. Jeannine Budelmann von Budelmann Elektronik, Frank Decker von der Leeze GmbH, Karsten Wulf und Christoph Hertz von der celexon Group sprachen mit Carsten Schröder, FH-Vizepräsident für Transfer, Kooperation und Innovation. Es folgte ein Vortrag von Prof. Dr. Thomas Baaken, Fachbereich Wirtschaft, und dann ging es zu einem weiteren Highlight der Veranstaltung: „Battling the Dragons“, organisiert von Prof. Dr. Thorsten Kliewe und seinem Team vom Science-to-Business Marketing Research Centre. Ähnlich wie im TV-Format „Die Höhle der Löwen“ kämpften vier studentische Teams mit ihren Gründungsideen um die Gunst der Jury und des Publikums. Am meisten überzeugen konnte „bhero“, eine App rund um das Blutspenden.

Parallel dazu bot der „Markt der Möglichkeiten“, bei dem sich verschiedene Start-ups aus dem Münsterland vorstellten, richtig viel Inspiration und Netzwerkpotenzial. „Wir brauchen auch zukünftig Unternehmerpersönlichkeiten für die Region“, sagte Schröder. „Wir unterstützen deshalb Gründungsinteressierte und Gründer durch vielfältige Angebote.“ Dazu zählen etwa Beratungsgespräche bei den Gründungscoachs und diverse Veranstaltungen. „Durchstarten! Von der Idee zum Start-up“ wurde von der TAFH Münster GmbH gemeinsam mit dem Fachbereich Wirtschaft der FH Münster und dem Innovationslabor Münsterland organisiert.


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