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Verbrennungsliebhaber vs. E-Verfechter

Kfz-Mechatronik-Auszubildende werfen an der FH Münster einen Blick in die Zukunft der E-Mobilität


Münster/Steinfurt (11. März 2019). Eigentlich schlägt ihr Herz für Verbrennungsmotoren. Dass es einen Tag lang nur um Elektromobilität ging, war aber nicht schlimm – vielleicht, weil für jeden eine Fahrt im Tesla S anstand. 20 Schüler der Kfz-Klasse des Berufskollegs der Technischen Schulen Steinfurt haben dem e-Mobilitätszentrum der FH Münster einen Besuch abgestattet. Dort informierte Prof. Dr. Christof Wetter die angehenden Kfz-Mechatroniker über den Werdegang der E-Mobilität, diskutierte mit ihnen über die Vor- und Nachteile und ließ sie selbst E-Mobilität erfahren.

„Wir erleben hier eine technologische Entwicklung, die in diesem Moment passiert. Denn die E-Mobilität setzt sich jetzt gerade durch. Ich finde es äußerst spannend, das mitzuerleben“, sagte Prof. Wetter. Er selbst ist überzeugter E-Fahrer und hat das e-Mobilitätszentrum am Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt vor acht Jahren gegründet. „Wir machen die E-Mobilität erfahrbar“, so Wetter.

Tatsächlich fieberten die Schüler vor allem dem Praxisteil des Ausflugs an die Hochschule entgegen. Aus dem Fuhrpark des Mobilitätszentrums durften sie selbst E-Bikes und den E-Roller fahren. Im Tesla S konnten sie lediglich als Beifahrer Platz nehmen. Dennoch zeigten sich die Schüler begeistert. „Wir sind im Grunde alles Verbrennungsliebhaber. Aber es ist gut, auch mal den Blickwinkel eines echten E-Verfechters kennenzulernen“, sagte Marius Denker.

Wie bei seinen Schulkollegen steht für ihn in einem Jahr die Abschlussprüfung zum Gesellen an. E-Fahrzeuge kennen sie bereits aus ihren Ausbildungsbetrieben und auch die vorgestellten Inhalte von Prof. Wetter waren nicht alle neu für die Motoren-Experten. „E-Mobilität wird in der Berufsschule behandelt, aber relativ oberflächlich. Trotzdem müssen wir bereits jetzt an Schulungen dazu von der Kreishandwerkerschaft teilnehmen“, erklärte Schüler Leon Dertwinkel.

Der Blick in die Zukunft ist auch für Lehrerin Anna Jauk wichtig: „Es ist immer gut, neue Perspektiven kennenzulernen. Denn die E-Mobilität ist die Zukunft. Als Kfz-Mechatroniker müssen sich die Schüler nach ihrem Abschluss überlegen, welche Kompetenzen sie benötigen, um auch in diesem Segment Schritt halten zu können. Es geht hier ums lebenslange Lernen.“

Nach dem Besuch an der FH Münster sollen die Schüler ein Zukunftsszenario für das Jahr 2040 zum Thema Elektromobilität entwerfen. Dabei beleuchten sie verschiedene Blickwinkle wie die Auswirkungen auf die Umwelt, die Infrastruktur oder den Wirtschaftsstandort Deutschland. „Der Besuch des e-Mobilitätzentrums ist eben nicht rein spekulativ, sondern hier können sie die Zukunft richtig erleben“, sagte Jauk.


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