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Laser graviert Holz im Drucker

Elektrotechnikstudenten der FH Münster funktionieren einen alten Plotter um


Münster/Steinfurt (12. März 2019). Irgendwo im Labor stand er noch rum, der Plotter. Ein alter Kurvenschreiber, der mit einem integrierten Stift Diagramme, Funktionsgraphen oder technische Zeichnungen ausgibt. So wie ein Drucker. Das Gerät aus den 80ern hat dank der Elektrotechnik-Studenten der FH Münster Luca Hobers, Manuel Finke, Niklas Richter und Torben Pallutt ein Update bekommen – und neue Fähigkeiten. Statt eines Stifts kommt jetzt ein Laser zum Einsatz, statt malen und drucken soll dieser cutten, also ausschneiden können, und statt Papier liegt dünnes Holz, Pappe oder sogar Leder im Gerät.

„Das Ganze passiert in unserem Projektmanagement-Seminar im fünften Semester“, erklärt Prof. Dr. Peter Richert, der die vier in seinem Labor für Kommunikationstechnik betreut. „Die Studierenden sollen so lernen, wie man sich selbst in Projekten organisiert. Und es geht auch ums Experimentieren und Ausprobieren. Es ist ganz normal, wenn mal etwas nicht funktioniert oder schiefgeht. Dann muss man weitersuchen und nachdenken, wie es klappen kann.“

So geht es auch Hobers und Finke, als sie den neuen Laser in den Plotter einbauen wollen. „Wir möchten das Gehäuse gerne bewahren, um den besonderen Charakter des Geräts beizubehalten, aber ich fürchte, der Laser muss mit höherem Abstand eingebaut werden als der Stift, um sauber auszuschneiden“, denkt Hobers. „Und auch bei der Laserleistung müssen wir noch mal ran. Denn die war für die geplanten Anwendungen zu niedrig.“

So kommen die Punkte auf die aktuelle Projektliste, auf der aber auch schon viel abgearbeitet ist: die unsaubere Ansteuerung neu programmieren, die Originalsignale und den alten Motor auf moderne Technik anpassen, dabei immer Spannung und Leistung im Blick behalten. Dafür Code schreiben und die verschiedenen Befehle in ein möglichst benutzerfreundliches Menü integrieren. Ein Programm läuft schon komplett: Dann schneidet der Laser ein Haus vom Nikolaus aus dem eingelegten Material aus. „Vor allem die Anpassung des Motors war nicht so einfach“, berichtet Hobers. „Er darf nicht zu schnell laufen.“ In das doch schon ältere Modell musste sich die Gruppe erst mal reindenken.

Sobald der umgebaute Plotter fertig ist, soll er frei zum Gravieren zu Verfügung stehen – und auch zur Demonstration dienen, wenn Schülerinnen und Schüler den Steinfurter Campus der FH Münster besuchen.


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