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Lebensqualität und Geborgenheit

Architekturstudierende der FH Münster entwerfen Palliativstation für das Herz-Jesu-Krankenhaus


Münster (25. Juni 2019). Unheilbar Kranken Geborgenheit geben und ihre Lebensqualität erhöhen, das möchte die Palliativstation im Hiltruper Herz-Jesu-Krankenhaus. Um dieses Ziel künftig noch besser verfolgen zu können, soll sie völlig neu gestaltet werden. Konkrete Entwürfe, wie die Station zukünftig aussehen könnte, präsentierte nun eine Gruppe Architekturstudierender der FH Münster, der Münster School of Architecture (MSA).

In allen Entwürfen gibt es einen Ort, an dem die Patienten in angenehmer Atmosphäre zusammenkommen und sich austauschen können. „So ein Treffpunkt ist sehr wichtig, denn geteiltes Leid ist halbes Leid“, so das positive Feedback von Dr. Wolfgang Clasen, Chefarzt und Leiter der Palliativstation, der sich bei allen Studierenden für ihr Engagement bedankte. Auch Elke Bertels-Janett, Pflegerische Leitung der Palliativstation, war begeistert von den Ideen der angehenden Architektinnen und Architekten: „Man merkt, dass sie uns in den gemeinsamen Gesprächen gut zugehört haben.“

Einen weiteren Schwerpunkt legten die Studierenden darauf, den begrenzten Raum durch flexible Funktionen möglichst ideal auszunutzen. Etwa durch Faltwände, Pantry-Türen oder Sitznischen im Fenster. „Wir haben uns jeweils auf unterschiedliche Aspekte konzentriert“, erklärte Josefine Smolnik. „Der beste Entwurf wird letztendlich vermutlich der sein, der unsere verschiedenen Ideen integriert“, so die Masterstudentin. Hierzu wird es im kommenden Semester ein Folgeprojekt geben.

„Ich würde mich freuen, wenn wir die Vision unserer idealen Palliativstation in naher Zukunft tatsächlich umsetzten könnten“, erklärte Oberarzt Dr. Martin Loyen. Und der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Nacke betonte, dass es wichtig sei, eine politische Debatte über die Notwendigkeit einer besseren Palliativbetreuung anzustoßen und in der Gesellschaft ein Bewusstsein dafür zu schaffen.

Neben Ärzten und Pflegekräften des Herz-Jesu-Krankenhauses waren auch Architekten, Vertreter der Domfreunde Münster und des Vereins der Freunde und Förderer des Herz-Jesu-Krankenhauses, der Bürgermeister von Hiltrup sowie Professoren und die Präsidentin der FH Münster gekommen, um die Entwürfe der angehenden Architektinnen und Architekten zu würdigen.

Die Domfreunde Münster hatten im vergangenen Jahr den Anstoß für die neue, optimierte Palliativstation des Herz-Jesu-Krankenhauses gegeben. Kooperationspartner sind in dem Projekt noch drei andere Fachbereiche der FH Münster: Pflegestudierende definierten die Anforderungen an eine ideale Palliativstation, BWL-Studierende entwickelten Konzepte für die Finanzierung, und Design-Studierende kreierten ein Logo.


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