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Hochschultalente für die Euregio

Netzwerkevent an der FH Münster bringt Unternehmer und Studierende aus Deutschland und den Niederlanden zusammen


Münster/Steinfurt (5. Juli 2019). Cross Border Talent – der Titel ist Englisch, aber das Projekt nimmt die nachbarschaftlichen Länder Deutschland und die Niederlande in den Blick, genauer gesagt das Euregiogebiet im Städtedreieck Münster, Enschede, Osnabrück. Das Konzept der Saxion in Enschede, der FH Münster sowie der Hochschule Osnabrück: Deutsche Studierende gehen in ein niederländisches Unternehmen für ihre Abschlussarbeit und absolvieren dort, wenn es gepasst hat, im Anschluss ein Trainee; und bei den niederländischen Absolventen ist es genau andersherum. 40 Studierende konnte das Team um Prof. Dr. Markus Schwering von der FH Münster und Sascha Leuftink von der Saxion schon vermitteln. Und weil es noch mehr werden sollen, hatten sie jetzt zum Netzwerk-Event eingeladen. Mehr als 70 Studierende, Unternehmer, Hochschulmitarbeiter und Multiplikatoren aus dem Bereich grenzüberschreitender Arbeitsmarkt, unter anderem von der Agentur für Arbeit und der Euregio, nahmen teil.

„Es geht uns darum, Ideen zu sammeln, wie wir die Studierenden mit unserem Projekt noch besser erreichen“, erklärt Projektmanagerin Sarah Schönfelder. „Mit einem Design-Thinking-Workshop wollen wir uns gemeinsam in verschiedene Personen und Perspektiven eindenken und einfühlen, und daraus konkrete Maßnahmen ableiten.“ Denn jeder Student und jede Studentin steckt in einem anderen Lebensentwurf, und beim Maßnahmenentwickeln hilft es, seine Zielgruppe zu kennen. „Es geht um Bedürfnisse, die Zielgruppen haben, und um die Hindernisse, die den Studierenden im Weg stehen, das Programm zu machen“, erklärt Katrin Liebert, die den Workshop zusammen mit Andrea Blome moderierte.

Herausgekommen sind einige kreative Ideen: Exkursionen zu Unternehmen beiderseits der Grenze, gemeinsame Lehrveranstaltungen, Schnupperpraktika oder ganz konkret eine CBT-Gruppe in einem Karrierenetzwerk zum Austausch und zur Unterstützung. Ums Netzwerken ging es auch bei dem Event, außerdem um einen kulturellen und gesellschaftlichen Vergleich. „Es ist vielleicht nicht so außergewöhnlich, wie in die USA oder nach Spanien zu gehen, aber hinter den Kulissen ist es schon ein großer Schritt“, sagt Prof. Schwering. „In den Niederlanden herrschen verhältnismäßig flache Hierarchen und eine Start-up-Kultur, das ist für viele Deutsche erst mal gewöhnungsbedürftig.“

Cross Border Talent läuft jetzt seit Ende 2016 und vermittelt vor allem interdisziplinär ausgebildete Studierende – auf beiden Länderseiten ist der Fachkräftemangel Thema. Obendrein bietet das kulturelle Wissen der Studierenden die Chance, Sprachen zu vertiefen oder Märkte und vor allem Unternehmen des jeweils anderen Landes besser kennenzulernen und zu erschließen. „Das Programm ist offen für alle Fachrichtungen unserer Hochschule. Wer teilnehmen möchte, sollte sich durch Offenheit und eine gewisse Selbstständigkeit auszeichnen. Niederländischkenntnisse sind übrigens nicht notwendig“, so Schwering.


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