Platz 1 für Campingküche „travel kitchen“

Tischlerin Megan Lumer überzeugt beim Wettbewerb „Die gute Form“ der Kreishandwerkerschaft Münster


Münster (18. Juli 2019). An der FH Münster kann man nicht nur studieren, sondern auch Ausbildungen absolvieren – zum Beispiel zum Tischler. Megan Lumer hat sich dafür entschieden, ihre Lehre gerade erfolgreich beendet und mit ihrem Gesellenstück sogar einen Preis gewonnen: Platz 1 beim Wettbewerb „Die gute Form“ der Kreishandwerkerschaft Münster.

Die 22-Jährige hat eine Campingküche gebaut, die sie in ihren Bulli einsetzen will. Der Clou: „travel kitchen“ lässt sich um 90 Grad herausdrehen und auseinanderschieben. So verschafft Megan sich Freiraum und Arbeitsfläche beim Kochen. Sie hat sich für Stäbchensperrholz als Grundmaterial, beschichtet mit Eichenfurnier und HPL in mattem Schwarz, entschieden. „Das ist robust, bleibt optisch aber ansprechend“, sagt sie. Die Arbeitsfläche besteht aus zwei Teilen, die sich auseinanderschieben lassen – zum Vorschein kommen Gasherd und Spülbecken. Darunter haben zwei kleine gezinkte Schubladen aus massiver Eiche Platz, die über klassische Nutleisten geführt und so herausnehmbar und flexibel zu verwenden sind. „Die handgefertigte Eckverbindung ist eine Bedingung beim Bau eines Gesellenstücks“, erklärt Megan. Die anderen: Es darf nicht größer als 1,5 Quadratmeter und muss in 100 Stunden zu bauen sein.

Megan hat ihre Lehre in der Holzwerkstatt am Fachbereich Architektur gemacht, der Münster School of Architecture (MSA). Handwerkliche Fähigkeiten, räumliches Vorstellungsvermögen, Spaß am Zeichnen, Lust auf Teamarbeit und gute Mathematikkenntnisse – das sind wichtige Voraussetzungen für den Tischlerberuf, die Megan mitbrachte. Mit ihrem Können hat sie nicht nur beim Wettbewerb „Die gute Form“ überzeugt. Die 22-jährige hat sich durch ihre guten Leistungen im praktischen Teil der Gesellenprüfung auch für den Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks qualifiziert, der Anfang September stattfinden wird. Auf ihren gelungenen Abschluss ist nicht nur sie stolz, sondern auch ihr Ausbilder, Josef Berstermann. „Megans ‚travel kitchen‘ ist richtig toll geworden, mit Biss und Fleiß hat sie sich ihrem Projekt gewidmet – das hat echt Spaß gemacht, sie dabei zu unterstützen.“

Ursprünglich wollte Megan die Campingküche direkt einbauen und losfahren – auf eine längere Tour durch England. Jetzt hat sie ihre Pläne geändert und startet voraussichtlich im Wintersemester mit dem Designstudium an der FH Münster.


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