Corona School: Studierende unterstützen Schülerinnen und Schüler

An der FH Münster akquirieren zwei Design-Studentinnen weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter für ehrenamtliches Engagement


Münster/Steinfurt (25. Juni 2020). Zu Hause lernen – nicht nur für Studierende, auch für Schülerinnen und Schüler ist das seit Wochen weitestgehend Alltag. Egal ob Grundschule, Mittelstufe oder kurz vor dem Abitur: Im Homeschooling nehmen sie den Unterrichtsstoff durch und erarbeiten sich die Inhalte selbst. Doch das funktioniert nicht immer reibungslos. Um Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern zu entlasten, haben Studierende in Bonn die Corona School gegründet. Die Idee: Schülerinnen, Schüler und Studierende melden sich an, das Organisationsteam vernetzt, man lernt sich über ein digitales Gespräch kennen, und dann geht es los mit der virtuellen Lernbetreuung – komplett kostenlos. Mehr als 9.000 Studierende und rund 12.000 Schülerinnen und Schüler deutschlandweit machen bereits mit. Damit es an den Hochschulen noch mehr werden, dafür sorgen unter anderem Annemarie Woeste und Carolin Schmid von der FH Münster.

„Meine Schwester wird Lehrerin, und durch sie habe ich von dem Projekt erfahren. Sie ist bei der Corona School registriert. Die Idee fand ich richtig gut, also habe auch ich mich angemeldet“, berichtet Woeste von ihrem ehrenamtlichen Engagement. Prompt erhielt die 22-Jährige Kontakt zu einer Schülerin, der sie daraufhin im Fach Italienisch half. „Das kann ich ganz gut, weil ich letztes Wintersemester in Mailand studiert habe.“ Woeste berichtete im Freundes- und Bekanntenkreis von dem Projekt – und fand in Schmid eine Mitstreiterin. „Anderen zu helfen und einen kleinen Beitrag zu leisten, um Familien mit schulpflichtigen Kindern zu unterstützen, ist mir wichtig. Ich habe Zeit und bin ganz gut in Französisch, also habe ich über die Corona School meine Hilfe angeboten.“

Fachlich ist das für beide sehr gut machbar. „Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich vor allem Sicherheit und Unterstützung“, erklärt Woeste. „Sie möchten wissen, ob sie ihre Aufgaben richtig durcharbeiten, und manchmal brauchen sie auch einfach jemanden zum Reden. Mit unseren Schulkenntnissen kommen wir prima zurecht.“ Und die Nachfrage steigt: Weil sich immer mehr Schülerinnen und Schüler registrieren, sind verstärkt Studierende gesucht. „Wir versuchen über die Fachbereiche und den Allgemeinen Studierendenausschuss unsere Kommilitoninnen und Kommilitonen zu erreichen. Gefragt sind wirklich alle Fachrichtungen, erforderlich sind nur etwas Zeit und Spaß an diesem ehrenamtlichen Engagement“, so Schmid. Sie studiert wie ihre Kommilitonin am Fachbereich Design der FH Münster, der Münster School of Design (MSD). Bislang machen schon einige Studierende der Hochschule bei der Corona School mit. „Wir hoffen, dass es noch mehr werden“, sagt Schmid. Die 22-Jährige freut sich, Schülerinnen und Schüler unterstützen zu können. „Online zu lernen ist einfach was ganz Anderes. Schülerinnen und Schüler, denen das selbstständige Lernen vielleicht schwerfällt, haben hier sicherlich besondere Herausforderungen zu bewältigen. Ihnen möchte ich helfen.“

Wer das Projekt unterstützen und sich registrieren will, findet unter corona-school.de das Formular und weitere Informationen – für Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern. Woeste und Schmid stehen außerdem mit Rat und Tat zur Seite: Wer Fragen hat, meldet sich bei den beiden per E-Mail an fh-muenstercorona-schoolde.

 

Zum Thema: Die Ausbildung am Fachbereich Design der FH Münster, der Münster School of Design (MSD), schließt das gesamte Designspektrum durch die vier angebotenen Schwerpunkte Kommunikationsdesign, Illustration, Mediendesign und Produktdesign ein. Sie bietet den Studierenden ein ungewöhnlich offenes Feld für experimentelle Gestaltungen und zielbezogene Denkansätze, die optimal für den beruflichen Alltag vorbereiten. Neben dem Bachelorstudiengang Design bietet der Fachbereich den Masterstudiengang Design an.

 

 


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