Wissen über Photovoltaik weltweit digital vermitteln

FH Münster beteiligt sich am Aufbau einer Online-Lernplattform für Photovoltaik


Münster/Steinfurt (27. April 2021). Sonne satt und viele freie Flächen, doch weit und breit kaum Photovoltaik – als Prof. Dr. Konrad Mertens 2019 an die Elfenbeinküste reiste, wollte er diesem Widerspruch auf den Grund gehen. Der Leiter des Labors für Optoelektronik und Sensorik an der FH Münster bot damals eine zweiwöchige Summer School über Photovoltaik und Messtechnik in Yamoussoukro an und war überwältigt von der positiven Resonanz. Und er stellte fest, dass es zum Teil an Wissen fehlt, Solartechnik praktisch anzuwenden und die Anlagen zu warten. Ein nun gestartetes Gemeinschaftsprojekt, an dem die FH Münster beteiligt ist, soll zukünftig dazu beitragen, Studienkurse über Photovoltaik weltweit zugänglich zu machen. In Zusammenarbeit mit Kolleg*innen der Universität Freiburg, der Technischen Hochschule Köln, der Dalarna University in Schweden und der Technical University of Denmark entwickelt Mertens die Online-Lernplattform „PV-iTeach“.

„Wir möchten allen Studierenden, die Interesse an dem Thema haben, unabhängig von den Gegebenheiten vor Ort die Möglichkeit geben, Kurse über Photovoltaik zu besuchen und ihr Wissen zu vertiefen“, erläutert Mertens das Ziel des Projekts. Unter welchen Rahmenbedingungen die Veranstaltungen ablaufen sollen, wird aktuell erarbeitet. Denkbar seien zum Beispiel ein geringer Kostenbeitrag pro Semester sowie Teilnahmezertifikate. Geplant sind etwa zehn unterschiedliche Kurse. „Uns ist wichtig, dass das Angebot sehr niederschwellig ist, damit niemand von der Teilnahme ausgeschlossen wird“, betont der Solarfachmann. Er könne sich nach seinen Erfahrungen an der Elfenbeinküste gut vorstellen, einen Kurs über Messtechnik anzubieten. „Darin würden die Teilnehmer*innen lernen, wie man herausfindet, ob beziehungsweise wie gut ein Solarmodul noch funktioniert.“

Eine vergleichbare Plattform mit dem Schwerpunkt Photovoltaik gebe es bislang noch nicht. Das Projekt wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit 300.000 Euro über zwei Jahre gefördert. Studierende aller Hochschulen, die an dem Projekt mitarbeiten möchten, können sich an Prof. Mertens wenden – per E-Mail an mertensfh-muensterde.


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