Regionale Herausforderungen mit internationaler Perspektive lösen

Vierte Auflage der Entrepreneurship-Woche „Moving the Cities“ bringt 140 Studierende aus sechs Ländern zusammen


Münster (19. Dezember 2022). Wenn 140 Studierende aus sechs Ländern von drei Kontinenten mit 30 Coaches zusammenkommen, dann ist eins garantiert: innovative Ideen und internationale Freundschaften. So war es auch dieses Jahr bei der Entrepreneurship-Woche „Moving the Cities“ in Brasilien, die federführend von der FH Münster mit organisiert wird. Ziel war es für die Studierenden, Lösungen zum elften Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ zu entwickeln.

„Bei Moving the Cities entstehen Ideen mit ganz besonderer innovativer Strahlkraft, weil sich Studierende aus der ganzen Welt gemeinsam austauschen. Wir bringen Menschen und Ideen zusammen, die sonst nicht aufeinandertreffen würden. Daraus entstehen fantastische Lösungsansätze zu lokalen Problemen, die auf unterschiedliche Regionen auf der ganzen Welt angewendet werden können“, sagt Carsten Schröder, Vizepräsident für Kooperation, Innovation und Marketing von der FH Münster, der auch die hybride Abschlussveranstaltung in Brasilien moderierte.

Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt haben teilweise mit den gleichen Herausforderungen zu kämpfen, wie Klimawandel, Mobilität oder Ressourcenverschwendung. „Bei der Projektwoche gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese Herausforderungen an. Sie betrachten regionale Probleme aus unterschiedlichen internationalen Perspektiven. Verschiedene Altersstufen kommen zusammen sowie Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Regionen – und genau das schafft Innovationen sowie gegenseitiges Verständnis“, berichtet Mitorganisatorin Prof. Dr. Tatiana Rocha von der Universidade do Vale do Rio dos Sinos (UNISINOS) und UAS7-Ansprechpartnerin für Südamerika.

Für die Studierenden selbst ist die hybride Projektwoche eine ganz besondere Erfahrung und gleichzeitig eine Herausforderung. In Kleingruppen entwickeln sie eine Idee, die sie bei der Abschlussveranstaltung vor einer Jury präsentieren. Der Vortrag darf dabei nur drei Minuten dauern. Sechs Teams haben es in die Endrunde geschafft. Die Jury überzeugt und gewonnen hat das Team um das Projekt „VER DE NOVO“, eine Abfallrecyclinglösung für Brasilien. „Wir sind unglaublich dankbar für die Gelegenheit, unsere Idee in Brasilien zu präsentieren, denn dies ist ein sehr wichtiges Thema für das Land, da dort nur ein bis vier Prozent des gesamten Mülls recycelt werden“, erklärt Teammitglied Sofiia Kuchumova, die an der FH Münster International Marketing and Sales studiert.

„Ein großer Dank geht dieses Jahr wieder an Dennison John und Marcos Rahmeier vom SAP Labs Latin America, die uns ihre Räumlichkeiten für die Projektwoche zur Verfügung gestellt und die Preise für das Gewinnerteam gesponsert haben. Ebenso an Sarah Lassek von der TAFH Münster GmbH, die federführend die Projektwoche mit großem Einsatz mit auf die Beine gestellt hat“, sagt Schröder, der sich besonders darüber freut, dass die Entrepreneurship-Woche nach coronabedingter Pause endlich wieder in Präsenz stattfinden konnte.

Mit ihm freuten sich 60 Studierende, die in Brasilien vor Ort waren: „Ich nehme eine unvergessliche Erfahrung, neue Freunde fürs Leben und neue Fähigkeiten mit, die unter anderem kritisches Denken, Führungsqualitäten, Kommunikation und die Zusammenarbeit mit interdisziplinären Kollegen mit sprachlichen und kulturellen Barrieren umfassen“, berichtet Roshen Abdullah von der University of Pittsburgh.

Involviert waren neben der FH Münster verschiedene Hochschulen aus Brasilien, Kolumbien, Chile, den USA, Deutschland und England: Universidade do Vale do Rio dos Sinos, Federal University of Rio Grande do Sul, Pontifícia Universidade Católica do Rio Grande do Sul, Universidad Pontificia Bolivariana, Universidad de Santiago de Chile, INACAP, University of Minnesota, University of Pittsburgh, Northeastern University, Hochschule Bremen und Coventry University. Unterstützt wurde „Moving the Cities” von der TAFH Münster GmbH, UAS7, Pacto Alegre, SAP, Tecnosinos, Tecnopuc, insbesondere auch von dem DWIH São Paulo, und vielen mehr.

„Moving the Cities“ ist eine von UNISINOS in Zusammenarbeit mit UAS7 und der FH Münster konzipierte Initiative zur Förderung der Entwicklung von Lösungen durch internationale und interkulturelle Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Unternehmertum, Innovation, Technologie und Gesellschaft. Das Projekt ist eingebettet in die internationale Initiative „xRegions“, die 2020 vom Stifterverband als eine der 30 besten Ideen Deutschlands für Bildung, Wissenschaft und Innovation ausgezeichnet wurde. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).


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