Architekturabsolventin der FH Münster gewinnt Studienpreis

Bachelorprojekt von Annika Hopster mit „BDA Masters“ ausgezeichnet


Münster (25. Januar 2023). Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) vergibt seit 2008 jährlich den Studienpreis „BDA Masters“ an besonders talentierte Bachelorabsolvent*innen. Dieses Stipendium soll junge Architekt*innen dazu motivieren, an den ersten Studienabschluss noch einen Master anzuschließen. Nachdem der Fachbereich Architektur der FH Münster, die Münster School of Architecture (MSA), Annika Hopster für den Wettbewerb nominiert hatte, zeichnete die Jury ihr Projekt „Peripherie als Zentrum − Die Grenze als bewohntes Territorium“ mit einem von insgesamt fünf „BDA Masters“ aus und verlieh ihr zudem den „Preis der Nominierten“. Insgesamt hatten 27 Studierende von 13 nordrhein-westfälischen Hochschulen an dem Wettbewerb teilgenommen.

Hopster hat in ihrer Bachelorarbeit Landesgrenzen als räumlich-gesellschaftliche Phänomene untersucht. „Nicht erst seit der sogenannten Flüchtlingskrise oder dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine spielen Grenzen wieder eine zunehmend wichtigere Rolle in Europa. Sie stehen für Kontrolle und Selektion. Dabei sind es häufig räumlich breitere Zonen und Lebensraum vieler Menschen – rund ein Drittel aller Europäer lebt in Grenzregionen. Damit sind sie viel präsenter als man aus der Mitte des Nationalstaates annimmt, wenn man sie lediglich als ‚Ränder‘ betrachtet. Sie bieten ein riesiges Potenzial für beide Seiten und verdienen deshalb einen Planungs- und Gestaltungsansatz“, erläutert die Absolventin die Motivation für ihr Bachelorprojekt, das Wolfgang Zeh, Vertretungsprofessor an der MSA, betreut hat.

In einer jeweils dreitägigen Feldforschung vor Ort hat sie am Beispiel der Doppelstädte Konstanz/Kreuzlingen, Frankfurt an der Oder/Słubice sowie Herzogenrath/Kerkrade an der deutschen Grenze zur Schweiz, Polen und den Niederlanden sowohl die räumlichen als auch die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und historischen Gegebenheiten untersucht und sie in einem wertenden Mapping gebündelt. Auf Basis ihrer Zeichnungen entwickelte sie verschiedene städtebauliche Kurzentwürfen. „Diese entwickeln bei großer stadträumlicher Angemessenheit über ihre Einfachheit eine prototypische, fast schon ironische Qualität, die eine hohe Übertragbarkeit der Sichtbarmachung von Grenzen auch an anderen Orten vorstellbar macht“, lobt die Wettbewerbs-Jury.


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