Aktuelle Stellenausschreibungen




Definition

§ 42 HG Lehrkräfte für besondere Aufgaben

    1. Lehrkräfte für besondere Aufgaben werden ausschließlich oder überwiegend mit Aufgaben in der Lehre beschäftigt; ihnen obliegt die Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen, die nicht die Einstellungsvoraussetzungen für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer erfordert. Ihnen können darüber hinaus durch die Dekanin oder den Dekan andere Dienstleistungen übertragen werden. Die für diese Aufgaben an die Hochschule abgeordneten Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter und anderen Angehörigen des öffentlichen Dienstes sind Lehrkräfte für besondere Aufgaben. § 39 Absatz 3 gilt entsprechend.
    2.  

    3. Im Übrigen gilt § 44 Absatz 2 und 3 entsprechend:
      1. Lehraufgaben der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten gemäß Absatz 1 sind nach Gegenstand und Inhalt mit den für das Fach zuständigen Professorinnen und Professoren abzustimmen und stehen unbeschadet des Rechts auf Äußerung der eigenen Lehrmeinung unter der fachlichen Verantwortung einer Professorin oder eines Professors. Lehraufgaben dürfen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Universitäten zur selbständigen Wahrnehmung in begründeten Fällen durch den Fachbereichsrat im Benehmen mit den fachlich zuständigen Professorinnen und Professoren übertragen werden; sie gelten als Erfüllung der Lehrverpflichtung. § 39 Absatz 3 gilt entsprechend. (Professorinnen und Professoren können im Zusammenhang mit dem Hauptamt stehende Lehrtätigkeiten im Bereich der Weiterbildung als Tätigkeit im Nebenamt übertragen werden, wenn die entsprechende Lehrtätigkeit der Professorin oder des Professors nicht auf ihre oder seine Lehrverpflichtung angerechnet wird. Die Hochschulen setzen die Höhe der Vergütung für Lehraufgaben nach Satz 1 im Rahmen der erzielten Einnahmen aus Gebühren und privatrechtlichen Entgelten fest)
      2. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Universitäten können im Beamtenverhältnis oder im privatrechtlichen Dienstverhältnis beschäftigt werden. Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Universitäten soll im Rahmen ihrer Dienstaufgaben auch angemessen Gelegenheit zur Vorbereitung auf eine weitere wissenschaftliche Qualifikation gegeben werden, wenn sie befristet beschäftigt sind.

Einstellungsvoraussetzungen

Die Einstellungsvoraussetzungen für die Lehrkräfte für besondere Aufgaben richten sich nach der Laufbahnverordnung NRW § 42 LVO - Befähigung für Fachlehrerinnen und Fachlehrer als Lehrkräfte für besondere Aufgaben.

  • Bachelor-Abschluss in der Fachrichtung und
  • danach eine vierjährige, der Vorbildung entsprechenden hauptberuflichen Tätigkeit

 

Ausnahme für den Bereich Sozialwesen:

  • Bachelor-Abschluss in der Fachrichtung und
  • danach eine dreijährige, der Vorbildung entsprechenden hauptberuflichen Tätigkeit, wenn zuvor ein Anerkennungsjahr absolviert wurde
  • oder
  • nach Bestehen einer dreijährigen staatlichen Ausbildung im Lande NRW an einer Höheren Fachschule für Sozialarbeit und
  • danach Ausübung einer dreijährigen, der Vorbildung entsprechenden hauptberuflichen Tätigkeit
  • oder
  • nach Bestehen der Staatsprüfung für Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen oder Jugendleiterinnen oder Jugendleiter und
  • danach eine Beschäftigung im Umfang von einer mindestens dreijährigen, der Vorbildung entsprechenden hauptberuflichen Tätigkeit

 

§ 40 Absatz 1 LVO - Befähigung für Akademische Rätinnen und Akademische Räte als wissenschaftliche oder künstlerische Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter an einer Hochschule:

  • Master-Abschluss in der Fachrichtung und
  • danach Ausübung einer vierjährigen, der Vorbildung entsprechenden hauptberuflichen Tätigkeit

Bewerbungsunterlagen

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • akademische Zeugnisse und Urkunden
  • Arbeitszeugnisse
  • Dokumentation über die bisherige Lehr- und Berufserfahrung
  • ggf. Publikationsliste

Gerne können Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an die Präsidentin, Prof. Dr. Ute von Lojewski, richten.


Lehrverpflichtung

Die Lehrverpflichtung ergibt sich aus der Lehrverpflichtungsverordnung an Universitäten und Fachhochschulen.

  • Fachlehrerinnen / Fachlehrer (LfbA, gehobener Dienst)
    = 24 Lehrveranstaltungsstunden
  • Fachlehrerinnen / Fachlehrer in der Fachrichtung Sozialwesen (LfbA, gehobener Dienst)
    = 20 Lehrveranstaltungsstunden
  • Studienrätinnen / Studienräte, Oberstudienrätinnen / Oberstudienräte an einer FH (LfbA für Fremdsprachen, höherer Dienst)
    = 20 Lehrveranstaltungsstunden

Entgelt

Die Höhe des Entgelts wird durch die Eingruppierung festgelegt. Diese richtet sich nach der Qualifikation und der auszuführenden Tätigkeit von Vb/Va BAT bzw. EG 9 TV-L bis III IIA BAT bzw. EG 13 TV-L).

Die Bezügetabellen im Bereich TV-L Lehrer können Sie einsehen unter: Finanzverwaltung NRW


Fortbildung

Die Lehrkräfte für besondere Aufgaben werden unterstützt durch ein breites didaktisches Fortbildungsangebot. Die Workshops und Ansprechpartner des Netzwerks "Hochschuldidaktische Weiterbildung Nordrhein-Westfalen" (hdw nrw) finden Sie unter: www.fh-muenster.de/wandelwerk


Familienservice

Die Beschäftigte erhalten durch den FH-Familienservice vielseitige Angebote und umfangreiche Unterstützungsmöglichkeiten. Informationen und Ansprechpartner finden Sie unter: Familienservice der FH Münster


Reisekostenvergütung bei Vorstellungsreisen

Reisekostenvergütung bei Vorstellungsreisen RdErl. d. Finanzministeriums vom 22.12.1998 (MBL.NRW. 1999 S. 84/SMBL.NRW.203205); geändert durch RdErl. vom 18.11.2002 (MBL.NRW.S. 1304)

Bei der Reisekostenerstattung für Vorstellungsreisen von Bewerbern für den öffentlichen Dienst bitte ich mit Wirkung vom 1. Januar 1999 wie folgt zu verfahren:

  1. Bewerber, die zur Vorstellung aufgefordert worden sind, erhalten die ihnen entstandenen notwendigen Fahrkosten ersetzt. Fahrkosten, die am Wohnort und Vorstellungsort entstehen, werden nicht berücksichtigt.
  2. Notwendige Fahrkosten sind die Kosten der niedrigsten Klasse eines regelmäßig verkehrenden Beförderungsmittels für den kürzesten Reiseweg. Zugzuschläge, Aufpreise für Hochgeschwindigkeitszüge sowie die Kosten für die Benutzung von Schlafwagen werden nicht erstattet. Bei Benutzung eines privaten Kraftfahrzeugs wird als Auslagenersatz eine Wegstreckenentschädigung in Höhe der Sätze des § 6 Abs. 2 LRKG gewährt; höchstens werden die Fahrkosten erstattet, die bei Benutzung eines regelmäßig verkehrenden Beförderungsmittels hätten erstattet werden können. Flugkosten werden bis zur Höhe des Betrages erstattet, der bei einer Landreise erstattungsfähig wäre.
  3. Wohnen Bewerber im Ausland, können neben der Fahrkostenerstattung für die Reisestrecken im Inland (Nummern 1 und 2) die entsprechenden Fahrkosten für die Reisestrecken im Ausland zur Hälfte erstattet werden. Von dieser Einschränkung kann abgesehen werden, wenn an der Gewinnung der Bewerber ein besonderes öffentliches Interesse besteht und die Bewerber eingestellt werden. In diesen Fällen können abweichend von Satz 1 auch die vollen Flugkosten - § 5 Abs. 1 Satz 4 LRKG gilt entsprechend - erstattet werden; erfolgt keine Einstellung des Bewerbers werden die Flugkosten nur zur Hälfte erstattet.
  4. Wird am auswärtigen Vorstellungsort eine Übernachtung notwendig und wird keine unentgeltliche Unterkunft von Amts wegen bereitgestellt, erhalten die Bewerber eine Übernachtungspauschale von 20,00 EUR je notwendiger Übernachtung.
  5. Wird die Vorstellungsreise nicht am Wohnort angetreten oder beendet, können höchstens die Beträge erstattet werden, die bei Antritt und Beendigung der Reise am Wohnort entstanden wären.
  6. Bei einem mindestens ganztägigen Auswahlverfahren können den Bewerbern in angemessenem Umfang unentgeltlich eine Mittagsmahlzeit sowie Erfrischungsgetränke gereicht werden. Bei einem mehrtägigen Auswahlverfahren mit Bereitstellung unentgeltlicher Unterkunft können darüber hinaus in angemessenem Umfang auch Frühstück und Abendessen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Vorhandene Kantinen sind zu nutzen.
  7. Den Bewerbern ist in der Aufforderung zur Vorstellung mitzuteilen, dass ihnen auf Antrag eine Vergütung im Rahmen dieses RdErl. gewährt wird.
  8. Die Reisekosten sind von der Behörde zu tragen, die zur Vorstellung aufgefordert hat (sind vom Fachbereich/ZWE zu tragen).
  9. Diese Regelung gilt für alle Vorstellungsreisen, unabhängig davon, ob der Bewerber bereits im öffentlichen Dienst steht oder nicht. Von der zuständigen Behörde gem. § 2 Abs. 1 LRKG angeordnete oder genehmigte Vorstellungsreisen von Landesbediensteten sind als Dienstreisen zu behandeln.
  10. Die obersten Landesbehörden können für Verwaltungsbereiche, in denen ein Bewerberüberhang besteht, bestimmen, dass von der Gewährung von Reisekostenvergütungen nach diesem Erlass abzusehen ist. Die Bewerber sind bei der Aufforderung zur Vorstellung schriftlich darauf hinzuweisen, dass ihnen keine Reisekostenvergütung gewährt werden kann.
  11. Mein RdErl. v. 18.10.1977 (SMBl. NRW. 203205) wird mit Ablauf des 31.12.1998 aufgehoben.