Erfolgreich reakkreditiert!

Am 14. Juli 2017 war es soweit: Als erste deutsche Hochschule wurde die FH Münster reakkreditiert. Unsere Akkreditierung gilt nun bis 31.08.2026 und umfasst (fast) alle Studiengänge der Hochschule. Ausgenommen hiervon sind lediglich einige Studiengänge, die in Kooperation mit anderen Hochschulen angeboten werden (z. B. im Fachbereich Wirtschaft oder im IBL); diese werden weiterhin programmakkreditiert. Bei allen anderen Studiengängen ersetzt das im Rahmen der Systemakkreditierung begutachtete QM-System die bisher übliche Programmakkreditierung.

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Vier Fragen an die Präsidentin der FH Münster zur Systemakkreditierung

Welchen Vorteil hat die Fachhochschule Münster von der Systemakkreditierung?

Sie kann nun seit 2011 ihre Studienprogramme selbstständig ohne externe Agentur akkreditieren. Das spart Kosten und Zeit. Vor allem werden die Fachbereiche von administrativen Arbeiten entlastet und können sich stärker ihren Kernaufgaben Lehre und Studium widmen.

Wie hoch waren die Hürden?

Um als Hochschule der Beurteilung eines ganzheitlichen Qualitätsmanagementsystems in Studium und Lehre standzuhalten, bedurfte es einer langen Vorbereitung. Inzwischen blickt unsere Hochschule auf über eine Dekade Aufbauarbeit zurück - mit Erfolg. Das Verfahren selbst bedeutete zwei Jahre harte Arbeit. Die war nur mit einem guten Team und vor allem in enger Abstimmung mit den Fachbereichen zu bewältigen.

Waren die Studierenden an dem Prozess beteiligt?

Bei der Systemakkreditierung geht es um konzeptionelle Fragen und die Qualitätssicherung der Hochschullehre. Hier waren Studierende direkt mit einbezogen, etwa in Evaluationen und Feedbackgesprächen oder im Fachbereichsrat bei der Entwicklung der fachbereichsinternen "Academic Scorecard". Am Verfahren der Systemakkreditierung selbst waren die Studierenden in zweifacher Hinsicht beteiligt: Bei allen Begehungen der Gutachter waren sie jeweils mit einer eigenen Gesprächsrunde vertreten. Und es gab eine Stellungnahme der studentischen Gremienvertreter in den Antragsunterlagen vor der ersten Begehung. Trotzdem haben wir im Verfahren festgestellt, dass die Beteiligung der Studierenden noch intensiviert werden kann. So lautet auch die Empfehlung der Gutachtergruppe. Nun sprechen wir z.B. bei unseren QM-Gesprächen in den Fachbereichen vorab auch immer mit einer Gruppe Studierender.

Können andere Hochschulen von Ihnen lernen?

Wir glauben: ja. Schon jetzt haben wir sehr viele Anfragen und geben unsere Erfahrungen gern weiter. Unsere Workshops zur Prozessorientierung und zur Systemakkreditierung waren und sind nach wie vor schnell ausgebucht. Zu den Tipps gehört zum Beispiel, sehr früh alle Beteiligten für das Verfahren zu gewinnen und mit einzubeziehen. Außerdem sollte das Qualitätsmanagement zu den Spezifika der jeweiligen Hochschule passen. Damit muss jede Hochschule ihr eigenes System etablieren. Wir versuchen aber gern, den Entwicklungsprozess zu unterstützen.



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