Wer wird worüber befragt?

Externe Experten - dies können Fachkollegen anderer Hochschulen oder Vertreter aus der Berufspraxis wie Unternehmensvertreter, Vertreter einschlägiger Verbände und Institutionen aber auch Alumni sein, sind aufgefordert, die Studiengänge der FH Münster kritisch zu hinterfragen und zu begleiten. Ziel der externen Evaluation ist dabei eine Begutachtung und Beratung aus der Perspektive unabhängiger Fachleute, in deren Rahmen insbesondere die Ergebnisse der internen Evaluationen sowie gegebenenfalls Anforderungen an die Studiengangsentwicklung erörtert werden.

Warum wird befragt?

Rückmeldungen der Studierenden und Absolventen in den verschiedenen Formaten der Evaluation sind zweifellos wichtig. Einen kritischen Blick von außen können sie aber nicht ersetzen: eine Weiterentwicklung von Studiengängen ohne Anregungen aus der Scientific Community oder der Berufspraxis ist undenkbar. Abgesehen von dieser inhaltlichen Notwendigkeit zählt die externe Evaluation aller Studiengänge auch zu den Voraussetzungen, die die Hochschule für die Systemakkreditierung erfüllen muss.

Wann und wie wird befragt? Was passiert mit den Ergebnissen?

Bei der prakischen Umsetzung der o. g. Anforderungen können die Fachbereiche zwischen zwei Varianten, der Peer-Evaluation oder der Evaluation durch einen Beirat, wählen, welche durch die Evaluationsordnung der FH Münster vorgegeben werden:

⇒ PEER-EVALUATION

Im Falle einer Peer-Evaluation wird jedes Studienangebot mindestens alle sieben Jahre einer externen Begutachtung unterzogen. Die Fachbereiche legen hierbei die Zusammensetzung der Gutachtergruppe in ihren Besonderen Evaluationsbestimmungen fest und stimmen die inhaltlichen Schwerpunkte und den Ablauf des Verfahrens selbständig ab.

Die Dokumentation der Peer-Evaluation ist für das Präsidium und das QM-Team zugänglich und ein wichtiger Bezugspunkt für Studiengangsänderungen sowie zukünftige Studiengangsentwicklungen.

⇒ EVALUATION DURCH EINEN BEIRAT

Bei der Beirats-Evaluation werden die Fachbereiche und ihre Studiengänge über einen längeren Zeitraum kritisch-konstruktiv begleitet. Das Gremium tagt mindestens einmal jährlich, nähere Einzelheiten sind in den Beiratsordnungen der Fachbereiche geregelt.

Da die rechtlich-formalen Fragen (z. B. Einhaltung der KMK-Vorgaben) hochschulintern geprüft werden, können sich die Beiräte in ihrer Tätigkeit auf die fachlich-inhaltlichen Aspekte der Studienangebote konzentrieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die folgenden Fragen:

  • Sind die Qualifikationsziele aktuell und bieten sie eine sinnvolle Perspektive für Studierende?
  • Ist das Curriculum geeignet, damit diese Ziele erreicht werden können?
  • Sind die Ressourcen ausreichend, damit das Curriculum umgesetzt werden kann?

Neben der externen Begutachtung der Studiengänge bietet die Beiratsarbeit auch Platz für Querschnittsthemen, welche die Fachbereiche kritisch mit externen Experten diskutieren möchten.

Alle Beiratssitzungen werden protokolliert. Dabei werden die Protokolle auch der Hochschulleitung und dem QM-Team zur Verfügung gestellt. Hierdurch wird sichergestellt, dass die fachlichen Rückmeldungen der externen Gutachterinnen und Gutachter für die Weiterentwicklung der Studiengänge oder die Konzeption neuer Angebote nicht verloren gehen, sondern nachhaltig genutzt werden.

Musterunterlagen für die Beiratsarbeit finden Sie hier:

Welche Form der Externen Evaluation die einzelnen Fachbereiche bzw. Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtungen gewählt haben, finden Sie unter folgendem Link:
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