Anna Surma möchte das Modul „Sport und Soziale Arbeit“ belegen. Bevor es im Wintersemester startet und sie sich dann in die Theorie vertieft, erfährt die Studentin am eigenen Leib, dass Sport nicht nur schweißtreibend ist, sondern auch kommunikativ und teambildend.
Anna Surma im Training

Endlich kein Regen, dafür Sonnenschein. Das macht die heutige Einheit angenehmer: Intervalltraining auf der Bahn. Beim Warmlaufen zum Sportpark Sentruper Höhe erklärt der Lauftrainer das Programm. „Heute ist die Pyramide dran.“ Alle wissen: Das hat mit Ägypten nichts zu tun. 200, 400, 600, 800 Meter schnell rennen und das Ganze dann wieder runter. Pyramide eben.

»Es geht mir um das Gefühl der Teambildung – ein wichtiger Aspekt in der sozialen Arbeit –, aber auch um Gesundheit und Fitness.«Anna Surma

Die schnelleren Bahneinheiten haben die Trainer Jörg und Petra erst vor kurzem eingeführt, am Anfang ging es um die Grundlagen: die Staffellänge von 8 bis 11 Kilometer zu bewältigen, um beim Münster Marathon zu bestehen. 80 Teilnehmer stellt der Fachbereich Sozialwesen, darunter 65 Studierende. Anna Surma ist eine von ihnen. Mit drei Kommilitonen bildet sie eine der 20 Staffeln. Die Zeit ist egal. „Es geht mir um das Gefühl der Teambildung – ein wichtiger Aspekt in der sozialen Arbeit –, aber auch um Gesundheit und Fitness“, sagt die 21-Jährige. Und die ist kein Geschenk. Die Sonne knallt jetzt auf die Bahn. „Komm, Anna, nur noch 30 Meter, dann hast du’s für heute geschafft“, feuert Petra sie an. Sie motiviert und überträgt ihren Spaß am Laufen auf die Projektteilnehmer.

80 Teilnehmer stellt der Fachbereich Sozialwesen für den Marathon in Münster. Trainiert wird nach der Arbeit. (Foto: FH Münster)
Anna Surma im Training

Um weitere Sportarten dreht es sich dann im Hörsaal, immer unter dem Aspekt Sozialer Arbeit. Bis dahin heißt es für Anna: montags und mittwochs Treffpunkt Hüfferstiftung. Und was kommt nach dem Zieleinlauf? „Dann brauche ich eine neue Herausforderung, zunächst einen Halbmarathon, danach den Marathon“, sagt sie, trotz Schweißperlen auf der Stirn und rotem Kopf. Wer sie auf der Bahn hat kämpfen sehen, der glaubt es sofort.

Von Anne Holtkötter


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