„Meine Heimat ist Europa, nicht Spanien“, sagt Francisco Estevez. Und deshalb musste der Ingenieurinformatiker auch nicht lange überlegen, als Prof. Dr. Peter Glösekötter von unserem Fachbereich Elektrotechnik und Informatik ihm vorschlug, nach Deutschland zu kommen. Inzwischen hat Francisco seine Promotion beendet und arbeitet in den Niederlanden.
Mit technischen Steuerungen, wie hier bei einem 3D-Drucker, kennt sich der Ingenieurinformatiker aus. (Foto: Katharina Kipp)

„Das war alles auch ein bisschen Zufall“, sagt der 30-Jährige. Denn er, damals noch Student, lernte Glösekötter kennen, als dieser Gastprofessor an Franciscos damaliger Uni, der Universidad de Granada in Spanien, war. Das war im April 2012. Knapp drei Monate später zog Francisco nach Deutschland, arbeitete zunächst bei einem Unternehmen in Lübeck und kam im März 2013 nach Steinfurt. Dort widmete er sich im Labor für Halbleiter-Bauelemente und Bussysteme von Prof. Glösekötter seiner Promotion. „Ich habe untersucht, wie Drahtlosnetzwerke funktionieren und dabei ein neues drahtloses Netzwerkprotokoll erfunden, das Energie und Zeit spart.“ 

»Wir leben in einem sehr internationalen Umfeld, das finde ich toll!«Francisco Esteve

Trotz abgeschlossener Promotion ist Francisco immer noch einen Tag pro Monat in Steinfurt. Die restliche Zeit verbringt er in Eindhoven, um dort bei Philips Lighting zu arbeiten. „Diese Abwechslung mag ich sehr, denn dadurch wird es nie langweilig.“ Nach Spanien zurückgehen, das ist für ihn keine Option. „Die Jobsituation dort ist einfach nicht gut. Ich mag Deutschland, Österreich und die Niederlande – also ist es gut möglich, dass ich langfristig in einem dieser Länder bleibe.“ Seine Freundin ist damals aus Spanien mitgekommen, beide haben sich hier gemeinsam ein neues Leben aufgebaut. „Das Wichtigste war natürlich, erst einmal Deutsch zu lernen.“ Zusammen mit einer privaten Lehrerin hat er es geschafft, innerhalb von sechs Monaten die Grundlagen der deutschen Sprache zu lernen. Und er hat viele neue Freunde gefunden. „Wir leben in einem sehr internationalen Umfeld, das finde ich toll!“

Prof. Dr. Peter Glösekötter (r.) schlug ihm vor, nach Deutschland zu kommen. (Foto: Katharina Kipp)
Prof. Dr. Peter Glösekötter (r.) schlug ihm vor, nach Deutschland zu kommen. (Foto: Katharina Kipp)
Im Labor für Halbleiter-Bauelemente und Bussysteme beschäftigte sich Francisco mit Drahtlosnetzwerken. (Foto: Katharina Kipp)
Im Labor für Halbleiter-Bauelemente und Bussysteme beschäftigte sich Francisco mit Drahtlosnetzwerken. (Foto: Katharina Kipp)

Ermöglicht hat das alles auch eine Qualifizierungsstelle, die Glösekötter damals beantragt hatte. „Dadurch werden ausgezeichnete Nachwuchswissenschaftler bei ihrer Promotion unterstützt“, so der Hochschullehrer. „Francisco hat sich während seiner Zeit hier in Steinfurt einen Expertenstatus in drahtloser Kommunikation aufgebaut. Und wir profitieren von dem internationalen Flair, das er an unsere Hochschule bringt.“

Von Katharina Kipp 


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